Tourismus um Plauen legt zu: Jetzt kommt ein neues Leitsystem

Für den Tourismus in der Region macht sich seit Jahren Heike Löffler vom Fremdenverkehrsverein Rosenbach stark. Dabei sieht sie nach wie vor noch Potenzial. Die bisherige Arbeit trägt aber Früchte.

Leubnitz.

Da ist noch Luft nach oben: "Der Tourismus wird in unserer Region oft als Wirtschaftsfaktor unterschätzt", sagt Heike Löffler vom Fremdenverkehrsverein Rosenbach/Vogtland. Dabei legt sie gern Zahlen und Fakten vor, die für sich sprechen: "20,50 Euro gibt ein Gast pro Tag im Vogtland aus. Das ist eine ganz schöne Zahl angesichts der Besucherzahlen. Da wird viel Geld draus. So ergibt sich ein Wirtschaftsfaktor für die Region."

Die Besucherzahl der Drachenhöhle und Windmühle in Syrau liegt bei jährlich etwa 50.000. Wurden im DDR-Museum in Mühltroff im Jahr 2015 noch 850 Gäste gezählt, waren es im vorigen Jahr 1010. Auch die Zahl der Mitfahrer in der Wisentatalbahn hat sich enorm vergrößert, von 3600 an 38 Fahrtagen im Jahr 2016 auf 4800 Zugreisende an 43 Fahrtagen 2018. Dazu kamen voriges Jahr zwei Sonderfahrten mit je 400 Fahrgästen. "Auf der Bahnstrecke legen wir Infomaterial aus, um den Leuten zu zeigen, was es in der Region noch zu sehen gibt", so Heike Löffler. Zudem wirbt sie unermüdlich auf Messen, um das Vogtland bekannt zu machen. Sei es die Buchmesse in Leipzig oder der Thüringer Holzmarkt in Jena, welcher etwa 50.000 Besucher zählt. Auch beim Deutsch-Tschechischen Freundschaftstag am 5. Mai in Hof war Löffler vor Ort. Weitere Termine sind der Familientag in Gera am 15. September und die Saalemesse in Halle vom 8. bis 10. November. Natürlich wirbt der Fremdenverkehrsverein Rosenbach auch im Internet.


Die Tourismusfachfrau hat festgestellt: "Die Leute mögen zwar das Internet, nehmen aber auf Messen oder bei Veranstaltungen gerne das Gedruckte mit." Da wählen sie gezielt zwischen den Flyern und Faltblättern aus. Ob Wander- oder Radtourenkarte für Touren im Vogtländischen Mühlenviertel und Gebiet um den Burgstein inklusive Gastgeberadressen, ob der Flyer für Sehenswürdigkeiten "Entdeckungen für Groß und Klein" oder der für Direktvermarkter in dieser Region. Gäste erfahren so nicht nur, wo es Imker, Milchtankstellen oder Forellen gibt, sondern auch, wo sie beim Wandern die Teufelskanzel Leubnitz oder den Dreifreistaatenstein finden. Auf das Schloss Mühltroff, die Burgsteinruinen oder die Erdachse werden Urlauber aufmerksam gemacht. Bei der Herausgabe von Publikationen arbeitet der Fremdenverkehrsverein Rosenbach auch mit dem Tourismusverband Vogtland zusammen.

Auch dieses Jahr hat Heike Löffler mit ihren Mitstreitern viel vor. "Wir sind dabei, ein gemeinsames touristisches Leitsystem zu planen und zu erstellen." Dafür gibt es Fördermittel. Öffentliche Einrichtungen, Wanderwege und Einkehrmöglichkeiten sollen ausgewiesen werden. "Das Leitsystem führt durch den Ort ab dem Punkt, wo sie ankommen. Wie zum Beispiel ab Bahnhof Mühltroff." Es soll ein einheitliches System sein. Und: Private Interessenten können sich anschließen. Ideen und Vorschläge werden außerdem gerne angenommen. "In Jößnitz funktioniert das gut", weiß Löffler.

Ein weiteres Projekt, an welchem der Fremdenverkehrsverein Rosenbach beteiligt ist, ist der europäische Fernradweg Nr. 13, der sogenannte Iron Curtain Trail, der vom Norden bis ans Schwarze Meer führt. Auch ein Stück entlang des einstigen Eisernen Vorhanges, das als einziges sächsisches Gebiet enthalten ist. "Dafür habe ich seit Jahren gekämpft", resümiert Heike Löffler. Es wurde die Route erarbeitet, diese ist schon ausgeschildert. Ein Faltblatt auch in englischer, französischer und tschechischer Sprache kommt hinzu.

Der Westvogtländische Wandertag, welcher jedes Jahr im Herbst stattfindet, soll dieses Jahr rund um Krebes, zu DDR-Zeit im Grenzgebiet gelegen, stattfinden. Damit soll an 30 Jahre Mauerfall erinnert und das Jubiläum gewürdigt werden.

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