6230 arme Kinder im Landkreis

Linke-Politikerin Zimmermann mahnt

Zwickau.

Anlässlich des heutigen Internationalen Kindertages verweist die westsächsische Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann (Die Linke) darauf, dass im Landkreis Zwickau ein großer Teil der Kinder nicht auf der Sonnenseite steht. 6230 Mädchen und Jungen lebten Ende 2017 in Hartz-IV-Familien. Nach Angaben der Bundesarbeitsagentur liegt ihr Anteil an allen unter 18-Jährigen damit im Landkreis bei 13,4 Prozent.

Zwar ist die Gesamtzahl der Betroffenen im Vergleich zum Jahr 2012 zurückgegangen. Im Dezember 2012 waren es noch 7537 Mädchen und Jungen in Hartz-IV-Familien. Für Zimmermann, Sozialexpertin ihrer Fraktion und Vorsitzende des Ausschusses für Familie und Soziales im Bundestag, ist dennoch beschämend, dass in einem der reichsten Länder der Erde so viele Kinder von finanziellen Problemen betroffen sind. "Statt unbeschwert aufwachsen zu können, lernen sie Entbehrungen kennen", sagt die Königswalderin, die von der Bundesregierung ein Konzept gegen Kinderarmut fordert.

Von den 6230 Mädchen und Jungen aus Hartz-IV-Familien sind laut Arbeitsagentur 5471 jünger als 15Jahre. 1016 Kinder haben einen Migrationshintergrund. Zum Januar dieses Jahres wurden die Arbeitslosengeld-II-Beträge geringfügig erhöht. Derzeit bekommt beispielsweise ein alleinstehendes Elternteil monatlich 416 Euro Hartz IV. Sind Mutter und Vater Hartz-IV-Empfänger, erhält jeder 374 Euro. Für ein Kind gibt es je nach Alter 240 bis 316 Euro zusätzlich. (upa)

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