Bauarbeiten im Dorfklub verzögern sich

Technischer Ausschuss soll Entscheidung treffen

Kirchberg.

Die Überraschung war böse, die die Wolfersgrüner Jugendlichen beim Sanierungsbeginn ihres Dorfklubs erleben mussten: Beim Abriss des alten Mangelraumes und dem Freilegen der Unterkonstruktion des Vereinsraumes traten erhebliche Bauschäden zutage. Bürgermeisterin Dorothee Obst (Freie Wähler) zufolge sind fast keine Fundamente vorhanden. Der Bau wurde sofort gestoppt. Besonders ärgerlich: Die Stadt musste die für die Sanierung bereits zugesagten Fördermittel zurückgeben. Wie es nun weiter geht, soll im nächsten Technischen Ausschuss beschlossen werden.

Die Verwaltung schlägt einen Neubau in Holzständerbauweise vor. Das sei zwar teurer als eine Containerbauweise, aber energetisch sinnvoller. Zudem sei das Holz langlebiger. Im Gegensatz zum Container, dessen Lebenszeit auf 30 Jahre geschätzt wird, sind es beim Holz 50. Kostenpunkt nach ersten Schätzungen: 187.300 Euro, der Container würde 171.300 Euro kosten. Im Vergleich dazu die Sanierung, die nun wesentlich teurer geworden wäre: 193.100 Euro - die Verwaltung war von 92.000 Euro ausgegangen.

Bürgermeisterin Obst hätte den Grundsatzbeschluss dazu gern vom Stadtrat gefasst. Die Verwaltung will sich erneut um Fördermittel bemühen, dieses Mal aus dem Programm "Vitale Dorfkerne", aus dem 75 Prozent finanziert werden könnten. Doch das Geld werde im "Windhundverfahren" vergeben: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Auf Vorschlag von CDU-Fraktionschef Andreas Gnüchtel soll dennoch der Technische Ausschusses zunächst die Varianten gegeneinander abwägen. Einig waren sich alle Stadträte, dass dem Verein zur Erhaltung des Dorfparks Wolfersgrün die bereits entstandenen Planungs- und Baukosten erstattet werden. (upa)

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