Bus-Streik: Schüler müssen zur Schule

Viele Schulen im Landkreis Zwickau haben rasch gehandelt und Schüler und Eltern auf den Streik eingestimmt. Sicher ist: Unterricht fällt wegen der streikenden Busfahrer nicht aus.

Zwickau.

Vom 24-stündigen Warnstreik am heutigen Mittwoch beim Regionalverkehr Westsachsen ist auch der Schülerverkehr betroffen. "Wir gehen davon aus, dass kein Bus fahren wird", heißt es bei dem Unternehmen. Es werde mit einer starken Beteiligung der Mitarbeiter an dem Ausstand gerechnet. Bereits an den vorangegangenen beiden Warnstreiks hatten sich zahlreiche Mitarbeiter beteiligt, Busse blieben im Depot. Der Regionalverkehr Westsachsen bedient 63 öffentliche und 24 Schülerverkehrslinien in der Region. Der Warnstreik beginnt Mittwoch um 2 Uhr und endet 24 Stunden später, also Donnerstag um 2Uhr. Mit der sachsenweiten Aktion der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi wollen die Mitarbeiter des Regionalverkehrs Westsachsen Druck auf die Tarifverhandlungen am Donnerstag machen. Sie fordern mehr Geld und höhere Ausbildungsvergütungen.

Viele Schulen im Landkreis Zwickau haben Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern bereits auf die Ausnahmesituation eingestimmt. Eines ist dabei sicher: Unterricht fällt wegen des Busfahrerstreiks nicht aus. So informiert die Paul-Fleming-Oberschule in Hartenstein auf ihrer Internetseite über den Warnstreik. "Bitte organisieren Sie die An- und Abreise Ihres Kindes zur Schule und wieder nach Hause eigenständig", schreibt Schulleiter Andreas Becher.


Auch das Georgius-Agricola-Gymnasium in Glauchau hat schnell reagiert. Aus den Medien hat die Schulleitung Dienstagfrüh vom Streik erfahren. Der Regionalverkehr bestätigte auf Nachfrage Ausfälle für die Schulbeförderung. "Wir haben sofort alle Kollegen, Elternsprecher und Schüler informiert, dass der Unterricht am Mittwoch trotzdem stattfindet und darum gebeten, eine Möglichkeit zu finden, die Kinder zur Schule zu bringen. Falls dies nicht möglich sein sollte, erbitten wir einen Anruf, damit wir wissen, was mit den fehlenden Kindern ist", sagt Schulleiterin Christine Kästner. Informiert wird auch auf der Internetseite der Schule.

Im Gymnasium "Alexander von Humboldt" in Werdau ist mehr als die Hälfte der 509 Schüler auf den Bus angewiesen. Schulleiter Jörg Oettler hofft trotzdem auf einen normalen Schultag: "Der letzte Streik hatte keine Auswirkungen auf unseren Schulbetrieb. Die Eltern hatten sich gut organisiert. Wer heute nicht da ist, ist eben nicht da."

Das Berufliche Schulzentrum für Wirtschaft, Ernährung und Sozialwesen Lichtenstein geht von einem normalen Unterrichtstag aus. "Der Großteil unserer Schüler ist über 18Jahre und kommt mit dem Auto", sagt der stellvertretende Schulleiter Wolfram Heinz. Er hofft, dass auch die Jüngeren sowie Buspendler für diesen Tag Alternativen zum öffentlichen Nahverkehr finden und pünktlich erscheinen. Zum BSZ gehören drei Einrichtungen in Lichtenstein, Wilkau-Haßlau und Meerane mit etwa 1500 Schülern.

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