Damit Kriegsopfer unvergessen bleiben

Kirchberg will das Mahnmal für die Gefallenen im Ersten Weltkrieg in Saupersdorf herrichten - ein 20.000-Euro-Projekt. Spenden sind willkommen.

Kirchberg.

Das Kriegerdenkmal im Kirchberger Ortsteil Saupersdorf am Gemeindesteig 4 soll noch in diesem Jahr saniert werden. Das hat der Stadtrat einstimmig beschlossen. 19.600 Euro soll das kosten. 80Prozent sollen aus dem Leader-Fördertopf kommen.

Die Stadt Kirchberg ist Eigentümerin des nach 1918 gebauten Denkmals, das an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges erinnern soll. Das Landesamt für Denkmalpflege hat das Bauwerk, das aus fünf Teilen besteht, als Kulturdenkmal eingeordnet. Namen und Zahlen auf den Granitblöcken sind allerdings kaum lesbar.

Im Dezember hatte der Erzgebirgische Heimatverein Kirchberg bereits um Spenden für eine Sanierung gebeten, rechnete allerdings nur mit Kosten in Höhe von 5300 Euro. Mittlerweile liegt der Stadt die denkmalschutzrechtliche Genehmigung für eine Sanierung vor, in der jedoch Forderungen enthalten sind, die dieSanierung verteuern. Die Stadt hatte sich daraufhin um Leader- Fördermittel beworben, die nun bewilligt wurden, aber auch bis zumJahresende verbaut werden müssen.

Die bestehenden Steine sollen aufgearbeitet, neue Tafeln aufgestellt, die Mauer saniert und die Anlage begrünt werden. Laut Bürgermeisterin Dorothee Obst (Freie Wähler) liegen bereits Angebote von Handwerkern vor. 3920 Euro müsste die Stadt Kirchberg an Eigenmitteln aufbringen. Obst zufolge will der Ortschaftsrat von Saupersdorf 1000 Euro beisteuern. Der Restbetrag soll möglichst aus Spenden finanziert werden, noch sind die aber nicht so üppig geflossen.

"Es ist ein schönes Objekt und unbedingt wert, es zu sanieren", sagte Obst. Stadtrat Frank Schmidt, zugleich Ortschaftsratsmitglied (Die Linke), bestätigte das. Auch der Ortschaftsrat von Saupersdorf bittet nun, gemeinsam mit dem Erzgebirgischen Heimatverein Kirchberg, um weitere Spenden. Auf Stadtrat Christian Ottos (CDU) Nachfrage, ob die Gefallenen alle namentlich bekannt sind, erklärte Bauamtsleiterin Nicole Axmann, dass die Namen in der Verwaltung alle vorliegen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...