Dem Pölbitzer "Stolperpfad" geht's an den Kragen

Der desolate Zustand des Gehweges auf der Westseite der Franz-Mehring-Straße zwischen Pölbitzer und Dorotheenstraße ist den Anwohnern schon seit längerem ein Dorn im Auge gewesen. Nun tut sich endlich was.

Zwickau.

Die Parkverbotsschilder an der Franz-Mehring-Straße stehen schon. Noch diese Woche sollen auch die kürzlich im Bau- und Verkehrsausschuss beschlossenen Arbeiten am westlichen Gehweg zwischen Pölbitzer und Dorotheenstraße beginnen. In jenem Abschnitt werden der Park- und Grünstreifen sowie der Bürgersteig instandgesetzt. Das ist auch bitter nötig.

Den Autofahrern, die in Richtung Kaufland stadtauswärts unterwegs sind, wird es gar nicht so aufgefallen sein, aber wer dort wohnt, hat garantiert schon häufig geflucht. Der Gehweg im genannten Bereich ist teilweise nicht mehr befestigt und stellt eine massive Gefährdung für die Fußgänger dar. Beim gemeinsamen Park- und Grünstreifen fehlt eine eindeutige Flächenzuweisung. Da keine Baumschutzbügeln vorhanden sind, wird teilweise bis unmittelbar an die Bäume geparkt. Durch das ständige Befahren verdichten sich die Baumgruben zunehmend und schränken den Lebensraum der Bäume stark ein.


Wie Heike Reinke vom Pressebüro der Stadt Zwickau informiert, wurde in Abstimmung mit der Unteren Verkehrsbehörde, den Städtischen Verkehrsbetrieben, den Regionalverkehrsbetrieben Westsachsen, der Polizei und dem Garten- und Friedhofsamt festgelegt, zukünftig das Längsparken auf der Fahrbahn zu ermöglichen und einen separaten Grünstreifen sowie einen separaten Gehweg auszuweisen. Damit stehen Anwohnern künftig insgesamt 55 Parkplätze entlang der Straße zur Verfügung. Derzeit können durch den engen Baumstand lediglich 29 Stellflächen zwischen den Bäumen genutzt werden. Im Zusammenhang mit dieser Baumaßnahme wird auch die derzeitige 30er-Zone von der Dorotheenstraße in Richtung Pölbitzer Straße erweitert.

Nach der am Montag begonnenen Baustelleneinrichtung sowie den Beschilderungs- und Verkehrssicherungsmaßnahmen wird als Erstes das Entfernen der Oberflächenbeläge erfolgen. Der Gehweg erhält danach auf einer Länge von circa 400 Metern eine neue Pflasterdecke aus Betonstein: im Gehwegbereich in Grau und in den Zufahrten in einem Rot-Ton. Im Bereich des Grünstreifens wird die oberste Bodenschicht aufgelockert und - aufgrund der Lichtverhältnisse unter den Bäumen und der zukünftigen Unterhaltung - mit Schotterrasen abgedeckt. Die hintere Gehwegkante wird mit Betontiefborde eingefasst, die am Fahrbahnrand vorhandene Natursteinborde bleibt und wird nach Bedarf neu ausgerichtet, zum Beispiel an Querungsstellen und Zufahrten.

"Die Bauarbeiten werden abschnittsweise durchgeführt, sodass sich Einschränkungen in Höhe von Zufahrten und Hauszugängen immer nur in einem kleinen Teilbereich und nur für kurze Dauer ergeben", erklärt Heike Reinke. "Die betroffenen Anwohner werden gebeten, in dieser Zeit die umliegenden Parkmöglichkeiten zu nutzen. Abstimmungen mit der Baufirma sind jeder Zeit möglich."

Die Fahrbahnbreite beträgt derzeit 7,50 Meter. Sie soll sowohl für die Bauzeit als auch zukünftig auf 5,50 Meter reduziert werden. Eine Fahrbahnbreite von 5,50 Meter ist nach den derzeit gültigen Vorschriften (Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen, Ausgabe 2006) für den fließenden Verkehr ausreichend, da kein Busverkehr im genannten Abschnitt der Franz-Mehring-Straße stattfindet. Die Restfahrbahnbreite von 2,00 Metern dient während der Bauphase als Arbeitsraum und zukünftig für das Längsparken.

Die voraussichtlichen Gesamtausgaben für die Baumaßnahme liegen in einer Höhe von 168.000 Euro. Die erforderlichen Bauleistungen werden durch die Firma Tief- und Landschaftsbau Gamper aus Crimmitschau realisiert. Die komplette Fertigstellung ist laut Heike Reinke für Mitte Oktober 2019 geplant. (tc)

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