Drachenstarke Rennen mit Spaßfaktor

Beim "Fun Race" wird der Zwickauer Schwanenteich zum "Spaßbad". Auch wenn dabei keiner abtauchen möchte.

Zwickau.

Auch bei der achten Auflage des Badewannen- und der siebten des Drachenbootrennens auf dem Zwickauer Schwanenteich ist es für die Teilnehmer zunächst einmal wichtig, nicht unfreiwillig im Wasser zu landen. "Der Einstieg in die Boote wurde definitiv geübt", begrüßen die gut aufgelegten Moderatoren am Vormittag die ersten Teams am Landungssteg. Bei sonnigen 16 Grad Celsius und glatter See gilt es für die Mannschaften in den lang gestreckten Booten, über eine Strecke von 250 Metern maximale Kraft zu entwickeln und dabei auch noch die Paddel einigermaßen harmonisch einzusetzen.

Trommeln dröhnen, Steuerleute schreien, Zuschauer gestikulieren, "Schön, wie das Ganze wächst", freut sich Maik Herbert, Koordinator vom Kreissportbund Zwickau. "Wir veranstalten die Regatta gemeinsam mit der Sparkasse Zwickau und dem Seesportclub." Langjährige weitere Partner und Sponsoren unterstützen die sportliche Sause mit diesmal rund 250 Teilnehmern.


Die sind so gut gelaunt wie unterschiedlich erfahren in Sachen "Fun Race": So sticht Marlon Fischer mit Freund und Schaufelradboot des ESV Lok Zwickau/Rennrodeln in See. Im Freibeuter-Look kurbelt sich der Neunjährige beim Badewannenrennen fröhlich ins Ziel. Der 26-jährige Bakyt Kaldybaev und drei kirgisische Kommilitonen von der Westsächsischen Hochschule Zwickau besteigen dagegen erstmals in Deutschland ein Drachenboot. Und Steffen Rink sowie Daniel Elßner vom Team Nessi des Seesportclubs atmen nach dreimal 100 Metern Badewannen-Distanz mit schweren Armen auf: "Definitiv anstrengend."

Etwa 700 Besucher amüsieren sich über "windschnittige" Badekappen, launige Schlachtrufe, witzige Team-Namen. "Flair, Wettkampfstimmung - rundum alles schön", finden die Schwarzenberger Heike und Arndt Härtlein, die mit Sohn Dominik bereits vor Mittag die Minigolf-Anlage, den Modellsportclub Kirchberg und Imbissangebote ansteuern. Am frühen Nachmittag hat die Schlange am Rosterstand mindestens zwei Drachenbootlängen, also 25 Meter, erreicht. Die Abstände in den Finalläufen werden umso kürzer, stellen Susanne Jäkel und Nancy Winter fest. Die Frauen von der Zeitnahme gehören zum zwölfköpfigen Team des SV Großkayna 1922/Geiseltaler Searunners. Die Truppe hat die beiden 250 Kiloramm schweren Schiffskörper nach Zwickau transportiert, Start, Ziel und Bootsbetreuung abgesichert und die Steuermänner gestellt.

Bis zum Schluss steigen Stimmung und Teamleistungen. Mit Zeiten von 1:15:81 min, 1:13:47 (Vorläufe) sowie 1:13:43 (A-Finale) auf den 250 Metern belegt der Neuzugang Stangengrüner Drachennest auf Anhieb Platz eins in der Drachenboot-Wertung. "Disziplin und Mannschaftsgeist", beschreiben Kapitän Jens Ebert, sein 20-köpfiges Team und viele Unterstützer, was den Sport ausmacht. "Finale war Minimal-Ziel, der Rest Sahne aufs Eis!"

Die je elf Mannschaften in den beiden Wettbewerben werden mit Beifall, Jubel, Urkunde und Gutscheinen verabschiedet. Vier Drachen gibt es auch zu sehen - handgeschnitzte Trophäen für die Erstplatzierten des namensgebenden Wettbewerbs. "Aus dem Ägypten-Urlaub mitgebracht", verrät Ingo Böhme, Abteilungsleiter der Geiseltaler Searunners.

Dass das Fabeltier am Ende auch noch drei Paddelschläge Regentropfen schickt: geschenkt.


So ging es aus

Badewannen: 1. Sparkasse Zwickau, 2. DLRG, 3. Wewobau, 4. Nessi, 5. Nachtwerk, 6. Telepizza. Sonderpreis kreativste Badewanne: Schaufelradboot (ESV Lok Zwickau).

Drachenboot: 1. Drachennest Stangengrün, 2. Zwickinger (Wasserwerke Zwickau), 3. Crossfit Zwickau, 4. Red Dragon (Sparkasse Zwickau), 5. Lok Express, 6. Final Fighters.

Der Kreissportbund Zwickau nimmt Bewerbungen fürs Rennen 2020 auf und hilft beim Badewannen-Bau. (kabu)

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