Eispiraten greifen nach Schlägerei im Stadion durch

Geschäftsführer Jörg Buschmann verhängt sieben Stadionverbote

Crimmitschau.

Gegen sieben Fans, die an Ausschreitungen bei der Eishockey-Partie zwischen den Eispiraten Crimmitschau und den Tower Stars Ravensburg beteiligt waren, wurde ein Stadionverbot verhängt. Sie dürfen bis zum Ende der Saison 2018/19 nicht mehr in das Kunsteisstadion im Sahnpark. Darüber informierte Eispiraten-Geschäftsführer Jörg Buschmann. Er hat - gemeinsam mit dem Sicherheitsdienst - die Videoaufnahmen und Fotos von den Ausschreitungen nach der Partie am 28. Dezember im Bereich des Gästefanblocks ausgewertet. Nach verbalen Beschimpfungen war es zu einer minutenlangen Schlägerei gekommen. Die Polizei schickte ein Großaufgebot nach Crimmitschau, um weitere Zusammenstöße nach der Partie zu verhindern.

Die Stadionverbote wurden gegen vier Fans aus Crimmitschau und Umgebung und gegen drei Besucher aus Berlin ausgesprochen. Die Entscheidung zum Strafmaß für die Anhänger aus Oberschwaben steht noch aus. "Dazu laufen noch Abstimmungen mit den Tower Stars", sagt Buschmann, der zudem Arbeitsauflagen gegen vier weitere Fans aussprechen wird. Sie sollen jeweils 25 Stunden ehrenamtlich für Eispiraten oder ETC tätig sein. Ansonsten tritt ebenfalls ein Stadionverbot in Kraft. Die Personalien der meisten Anhänger, die beteiligt waren, stellten die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes am Freitag zum Heimspiel gegen die Kassel Huskies fest. Die Identifizierung sei aufgrund der Videoaufnahmen und der Fotos erfolgt. Unabhängig von den Strafen, die nun die Eispiraten-Verantwortlichen verhängt haben, läuft auch die strafrechtliche Aufarbeitung. Es gibt eine Anzeige wegen einer Körperverletzung.

Nach den Ausschreitungen werden die Sicherheitsmaßnahmen im Kunsteisstadion verschärft. Bei den Heimspielen gibt es eine Trennung zwischen Eispiraten-Anhängern und Gäste-Fans. "Das ist vor allem für die Anhänger aus Crimmitschau ärgerlich, die in dem Bereich ihre Stammplätze haben", sagt der Fanbeauftragte Norman Pilling. Er macht deutlich, dass es erstmals nach zehnJahren wieder eine größere Schlägerei im Kunsteisstadion gab. "Eispiraten und Fanbetreuung müssen ihre Lehren aus den Vorkommnissen ziehen", sagt Pilling.

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