Etikettenhersteller baut neue Halle

Die Meeraner Firma braucht mehr Platz. Mit der Erweiterung sind neue Arbeitsplätze verbunden. Doch wegen des Fachkräftemangels setzt der Betrieb nun auf die Azubis.

Meerane.

Jährlich verlassen etwa 15 Milliarden Etiketten das Werk der Firma CCL Label am Brückenweg in Meerane. Auch mehr als 25 Jahre nach der Gründung des Werks im Gewerbegebiet stehen die Zeichen weiter auf Wachstum. "Die Auftragsbücher sind gut gefüllt", begründet Geschäftsführer Albert Feldbauer. Deshalb und auch aus Platzgründen will der Betrieb voraussichtlich bereits Ende kommenden Jahres eine neue 3000 Quadratmeter große Halle in Betrieb nehmen. So kann neben den bereits bestehenden fünf Produktionslinien eine weitere errichtet werden.

"Wir wollen damit einen separaten Bereich zum Schneiden der Etiketten aufbauen", fügt Feldbauer an. Ziel sei es, mit dem Schneid-Center die logistischen Abläufe spürbar zu optimieren. Dem 64-Jährigen zufolge laufen die Planungen für den etwa 6 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau bereits auf Hochtouren. Die Halle soll auf dem Platz gebaut werden, wo derzeit die Mitarbeiterfahrzeuge abgestellt werden. Die wiederum können künftig auf dem benachbarten Gelände der ehemaligen Firma Salzkontor geparkt werden, deren Grund und Boden sich inzwischen in Eigentum der Firma CCL Label befindet. In diesem Jahr würden sich die beauftragten Planer zunächst vor allem um die erforderlichen Genehmigungen bemühen.


Zu den nationalen wie internationalen Großkunden, die mit dem Meeraner Unternehmen schon länger zusammenarbeiten, gehören unter anderem Rotkäppchen-Mumm-Sektkelterei, die Brauerei Heinecken und der Mineralwasserhersteller Evian. Auch Südafrika zählt bereits seit Längerem zu einem wichtigen Absatzmarkt für den westsächsischen Hersteller von transparenten Etiketten. Um die vor allem damit verbundenen Lieferzeiten zu minimieren, entsteht derzeit dort unter Regie von Geschäftsführer Feldbauer ein neues Werk.

Dass CCL Label seine Position in der Branche so erfolgreich in den Vorjahren ausbauen konnte, ist Feldbauer zufolge vor allem auch der Belegschaft zu verdanken, die im Drei-Schicht-System arbeitet und auf 190 Mitarbeiter angestiegen ist - 2013 waren es noch etwas mehr als 160 Beschäftigte. Auch im Zusammenhang mit der anstehenden Erweiterung der Kapazitäten geht die Firmenleitung davon aus, dass Neueinstellungen anstehen. Der Betrieb bemüht sich aber auch selbst sehr aktiv um Nachwuchs. "Wir haben gegenwärtig gut 15 Azubis, die zum Medientechnologen Druck, Logistiker, Mechatroniker und zur Industriekauffrau ausgebildet werden", erklärt der Chef des Unternehmens, das jährlich einen Umsatz von immerhin 68 Millionen Euro erwirtschaftet. Und: Innerhalb der CCL-Gruppe hat sich das Meeraner Werk zum Kompetenzzentrum für transparente Etiketten entwickelt.

Der stellvertretende Betriebsrat Thomas Gregor spricht unterdessen von einem guten Verhältnis zur Geschäftsleitung. "Bisher haben wir bei Problemen immer eine Lösung gefunden", sagt Gregor, der sich auch im ortsansässigen Faschingsverein stark engagiert. Das Betriebsklima sei gut, die Mitarbeiterzufriedenheit ebenso. Darüber hinaus zahle die Firma Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie eine erfolgsabhängige Prämie. Und für die von den Mitarbeitern eingereichten Verbesserungen gebe es schließlich bei der Umsetzung der Neuerungen eine Prämie. Nicht zuletzt wird nach Darstellung des Firmenchefs zweimal im Jahr zu einer Betriebsversammlung eingeladen.

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