Findeiß-Aus: Amtskollegen bedauern Rücktritt

Stadtchefs aus der Region zollen der Zwickauer OB für ihren Schritt Respekt

Zwickau.

Die Amtskollegen von Pia Findeiß haben mit Verständnis und Überraschung auf den für Sommer 2020 angekündigten Rücktritt der Zwickauer OB reagiert. Glauchaus Oberbürgermeister Peter Dresler (parteilos) sagte, er habe Respekt vor der Entscheidung. "Die Zusammenarbeit mit Frau Findeiß habe ich als ausgesprochen angenehm empfunden. Ihr war es gelungen, die Zusammenarbeit zwischen dem Oberzentrum Zwickau und uns als kleinerer Kommune durchaus auf Augenhöhe zuzulassen."

Der Bürgermeister von Wilkau-Haßlau, Stefan Feustel (CDU), ist von dem Rücktritt überrascht worden. "Während ihrer Amtszeit hat sie die umliegenden Orte immer als Partner gesehen und sich stets für unsere gesamte Region engagiert. Dabei schätze ich sie sehr für ihre immer sachlichen Diskussionen und Argumente", sagt er. Ein neuer Zwickauer OB solle diese gute Zusammenarbeit mit allen Städten und Gemeinden fortsetzen.

Reinsdorfs Bürgermeister Steffen Ludwig (parteilos) bedauert den Rücktritt. "Mit Pia Findeiß hat Reinsdorf und die Region hervorragend zusammengearbeitet", sagt er. "Durch ihre Aufrichtigkeit, ihr Engagement und ihre Ehrlichkeit habe ich sie persönlich schätzen gelernt. Die solidarische Zusammenarbeit werde ich persönlich vermissen."

Der Oberbürgermeister von Crimmitschau, André Raphael (CDU), lobt Findeiß für ihre Haltung. "In den reichlich zweieinhalb Jahren meiner Amtszeit war sie wegen ihrer Geradlinigkeit ein Vorbild", sagt er. Aufgrund der Bedeutung der Stadt Zwickau für die Region geht er davon aus, dass der Amtsnachfolger ebenfalls kollegial mit den Kommunen im Landkreis zusammenarbeiten werde.

Auch der sächsische Städte- und Gemeindetag (SSG) bezeichnet den vorzeitigen Abgang der OB als Verlust. Geschäftsführer Mischa Woitscheck sagt: "Wir respektieren die Entscheidung, bedauern ihren Rückzug als Oberbürgermeisterin aber sehr." Findeiß hatte sich seit 1995 im Landesvorstand und im Präsidium des SSG engagiert. "Wir verlieren mit ihr eine allseits geschätzte und respektierte Persönlichkeit, die die Verbandspolitik des SSG in den vergangenen 25 Jahren mitgeprägt hat", sagt Woitscheck.

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