Freilichtbühne: Streit vorbei?

Die Kultureinrichtung am Schwanenteich darf weiter genutzt werden wie bisher. Das sagt das Oberverwaltungsgericht. Aber das war vielleicht nicht das letzte Wort.

Zwickau.

Der seit rund zehn Jahren anhängige Rechtsstreit um den Betrieb der Freilichtbühne am Zwickauer Schwanenteich ist beendet - zumindest für das Sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen. Das hat in zweiter Instanz die Berufung eines Nachbarn gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Chemnitz zurückgewiesen, nachdem ein Senat des Gerichtes das Gelände in Augenschein genommen hat. Das bestätigte der stellvertretende Pressesprecher des OVG Thomas Tischer.

Nachbar Jens Schmitt, der vor etwa zwölf Jahren in 150 Metern Entfernung ein Wohnhaus errichtet hatte, hat 2010 gegen die Baugenehmigung für den Umbau der Bühne geklagt. Er befürchtete zu viel Lärm. In erster Instanz war die Klage bereits abgewiesen worden. Dennoch hatten die Stadt und die Kultour Z. als Betreiber entschieden, die Anzahl der Veranstaltungen auf der 1956 gebauten Freilichtbühne zu begrenzen. Schmitt hatte die Klage aufrecht erhalten, fand aber kein Gehör. Für ihn ist mit dem jetzigen Urteil des letzte Wort noch nicht gesprochen. Wie Schmitt der "Freien Presse" sagte, strebt er eine Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht an, da er bei der jüngsten Entscheidung Verfahrensfehler sehe.

Für die Nutzer der Anlage ändert sich in keinem Fall etwas, erklärte Kultour-Z.-Geschäftsführer Jürgen Flemming. "Wir haben die Vorgaben für die Lautstärke immer eingehalten." Es werde also künftig weder leiser noch lauter zugehen. Auch an der Anzahl der Veranstaltungen ändert sich nichts. Es bleibt bei insgesamt 20 im Jahr, davon enden zehn später als 20 Uhr. Inbegriffen sind auch die Theater-Aufführungen, von denen es aber im kommenden Jahr keine geben soll. Flemming ist der Ansicht, dass die Anzahl von Veranstaltungen ausreichend ist.

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