Frische Farben für Jugendklub

Wo einst Werkunterricht stattfand, hat heute die Schönfelser Jugend ihr Domizil. Dort sollen bald wieder Projekte anlaufen.

Schönfels.

Max Michael geht seit Jahren in den Schönfelser Jugendklub "Sylos". Dass der wegen Corona derzeit dicht ist, wurmt den Studenten. Nicht ohne Grund: "Ich hab bei der Renovierung mit angepackt, alles ist jetzt offener gestaltet und farbenfroh", sagt der 19-Jährige, der mit mehr als 20 jungen Leuten über Monate hinweg die Räumlichkeiten in der einstigen Grundschule auf Vordermann brachte. Auch die sozialpädagogische Mitarbeiterin Saskia Köhler, die die Kinder und Jugendlichen dabei anleitete, ist von der Neugestaltung des gut 70 Quadratmeter großen Klubs begeistert: "Wir haben damit eine Wohlfühlatmosphäre geschaffen, die weitere Besucher anlockt", freut sich die 24-Jährige, die zusammen mit der Chefin des Kinder- und Jugendvereins Pleißental, Annegret Welschke, zudem noch die Jugendklubs in Ebersbrunn und Lichtentanne betreut.

Sogar Löcher in den Wänden ließen die Jugendlichen verschwinden. Neben der malermäßigen Verschönerung bauten sich die jungen Leute ansehnliche und gemütliche Palettensofas zusammen. "Jetzt ist es nicht mehr eng und vollgestellt", sagt Max Michael, der in Zwickau Elektrotechnik studiert und das gemeinsame Kochen im Jugendklub mag. Da die Klubbesucher fast alles in Eigenregie auf Vordermann brachten, hielten sich die Kosten im Rahmen. Ganze 4000 Euro stehen zu Buche. Die kamen vor allem mit Hilfe der sächsischen Kinder- und Jugendstiftung sowie dem Kulturbüro Dresden zusammen. Dass sich der Klub zum einem ansehnlichen Domizil der Dorfjugend entwickelt hat, davon konnten sich erst im Oktober zum Tag der offenen Tür die Eltern und Großeltern der Klubbesucher ein Bild machen. Auch die Mutter von Max Michael schaute sich um. Sie könne sich noch gut daran erinnern, wie in den Räumen früher Werkunterricht gegeben wurde, sagt Max Michael.

Nun hoffen alle stark, dass auch die Jugendklubs ihre Türen wieder öffnen dürfen. "Die Kinder und Jugendlichen brauchen Angebote, müssen sich wieder treffen. Unser Hygienekonzept steht jedenfalls", betont Betreuerin Saskia Köhler. Nicht nur das: Auch die Planungen für die Aktionen und Veranstaltungen sind in Arbeit. Ein Höhepunkt bildet das für den 3. Juli angesetzte Techno-Festival "Sommer - Sonne - Techno" mit mehreren Workshops und Poetry-Slam. Dafür soll das Außengelände unter anderem mit Hochbeet und Pavillon weiter verschönert werden. Auch sollen das Zeitzeugen- und das Graffiti-Projekt fortgesetzt werden. "Und nicht zu vergessen die beiden Ferienfreizeiten in diesem Jahr - Sommer und Herbst", sagt Vereinschefin Annegret Welschke, die eines immer wieder hervorhebt: "Soziale Kontakte sind für die Kinder und Jugendlichen wichtiger denn je." Deshalb sind ihrer Auffassung nach in der Kinder- und Jugendarbeit feste Bezugspersonen für die Klubbesucher von großer Bedeutung.

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