Fund macht fassungslos

Spaziergänger ärgern sich über eine illegale Mülldeponie zwischen Langenbach und Wildbach. Jetzt fordern sie eine Videoüberwachung, um den Tätern auf die Spur zu kommen.

Langenbach.

An der einen Stelle gammelt ein altes Waschbecken vor sich hin, an der anderen ein Fön. Daneben liegen Glasflaschen, ein Autoreifen, ein Haufen mit Grünschnitt und seit neustem eine tote Katze. Dieser Fund macht Antje Klügel, die in dem Waldstück zwischen Wildbach und Langenbach fast täglich mit ihren beiden Hunden eine kleine Runde dreht, fassungslos. "Das Maß ist voll", sagt sie und fordert, an dieser Stelle eine Video- kamera aufzustellen, um die Täter auf frischer Tat zu ertappen. So schlimm wie jetzt, berichtet Antje Klügel, sei es selten gewesen.

Schon zu DDR-Zeiten hätten einige Leute hier Abfälle illegal entsorgt. Inzwischen nehme das Problem jedoch überhand, so Klügel. Erst kürzlich waren an der Stelle etwa 15Brote sowie etliche Kuchenstücke einfach abgekippt worden, kurz darauf weitere 23 Brote. "Freie Presse" hatte darüber berichtet. Leser zeigten sich empört, doch wer die Lebensmittel am Waldrand entsorgt hatte, blieb im Dunkeln.

Von der Idee, eine Kamera dort aufzustellen, ist Marko Rummer von der Gemeindeverwaltung Langenweißbach allerdings wenig überzeugt. "Das geht nicht einfach so", sagt er. "Dabei gibt es viele datenschutzrechtliche Vorgaben zu beachten." Zuständig sei zudem der Landkreis. Zugleich bestätigt er, dass die Stelle als Mülldeponie beliebt ist, weil es eine Wendemöglichkeit für Autos gibt. Schnell rein, schnell raus. Doch wer entsorgt dort Lebensmittel und sogar Haustiere?

Auch der Bad Schlemaer Ortsvorsteher Claus-Dieter Reinhardt kann sich keinen Reim darauf machen. "Zumal man alles anständig entsorgen kann", sagt er. Das Waldstück sei jedoch nicht die einzige Stelle, an der Leute illegal entsorgen. "Das Problem gibt es leider an mehreren Orten, nicht nur in Bad Schlema und Langenweißbach." (mit vim)

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