Hohe Ehre für zwei verdienstvolle Wehrleiter

Für jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement hat OB Pia Findeiß am Donnerstag einen Moseler und einen Crossener ausgezeichnet. Die hatten etliche Herausforderungen zu meistern.

Zwickau.

Mit dem Steckkreuz in Silber, einem hochrangigen Feuerwehr-Ehrenzeichen, sind am Donnerstagnachmittag die beiden langjährigen Wehrleiter Andreas Fischer und Wilfried Forker ausgezeichnet worden. Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) übernahm selbst diese Aufgabe, lobte die Männer, deren ehrenamtliches Engagement finanziell nie abzugleichen sei. Die beiden hätten bestens beim Zusammenwachsen und dann im Verbund der 15 Freiwilligen Feuerwehren mit der Berufsfeuerwehr mitgewirkt, entscheidend bei der Entwicklung der Jugendfeuerwehr mitgearbeitet und ihre eigenen Nachfolger an die Aufgaben herangeführt.

Andreas Fischer, seit 1972 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Crossen, war 25 Jahre lang Wehrleiter in dem anfangs noch eigenständigen Dorf, das seit 1996 ein Stadtteil von Zwickau ist. Er wurde in der Stadt geschätzt wegen seiner offenen, ehrlichen und fairen Art. Mittlerweile hat der Metallbaukonstrukteur die Leitung der Wehr an Thomas Leuoth übergeben, bleibt aber aktives Mitglied und auch dem Ortschaftsrat treu. Unvergesslich bleiben für ihn die beiden Hochwasser 2002 und 2013. "Das waren herausragende Ereignisse, weil sie uns einige Tage lang forderten", sagt Fischer. Auch ein Wohnhausbrand ist ihm für immer in Erinnerung geblieben. Zwar gab es weder Verletzte noch Tote, doch von dem Haus, das einem Feuerwehrmitglied gehörte, war nicht mehr viel übrig geblieben.

Wilfried Forker hatte durch die Arbeitsgemeinschaft "Junge Brandschutzhelfer" zur Feuerwehr gefunden. Seit 1972 ist er Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Mosel und führte die Wehr des Ortes 36 Jahre lang. Seine ausgeglichene Art und sein Fachwissen wird auch außerhalb von Mosel geschätzt. Der 61-jährige Kommunikationstechniker hat die Leitung an Martin Fischer übergeben, bleibt aber noch als Technik-Verantwortlicher der Wehr an dessen Seite.

Auch Heinrich Günnel, Leiter des Zwickauer Brandschutzamtes, und dessen Vize Nils Eichhorn dankten den alten Hasen. Günnel: "Das sind Kameraden und Führungskräfte."

Das Ehrenzeichen Steckkreuz in Silber bekommt, wer sich um die Entwicklung des Brandschutzes oder wegen besonders mutigem und entschlossenem Verhalten bei Notständen im Freistaat Sachsen besonders verdient gemacht hat.

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