Innovative Technik hält Einzug: LED-Tafeln statt Papierplakaten

Die Veranstaltungswerbung tritt in eine neue Ära ein. Welches Potenzial sich dahinter verbirgt, wurde Anfang der Woche im Rahmen einer internen Produktvorstellung in der Stadthalle dargestellt.

Zwickau.

Die übliche Veranstaltungswerbung mit Papierplakaten in den Fenstern der Stadthalle Zwickau könnte schon bald der Vergangenheit angehören. Möglich macht das eine neuartige Technik, die Anfang der Woche dem Management des Musentempels vorgestellt wurde. Das als Beispiel dienende Modul, nur wenig größer als ein Quadratmeter, war mit 65.500 Leuchtdioden (LED) bestückt. Eigentlich eine schon bekannte Anwendung. Neu daran ist aber, dass die Module auf Grund der Anordnung der LED weitestgehend transparent sind.

"Es ist das Neueste und Innovativste, was es derzeit auf dem Markt gibt. Die Erstentwicklung haben wir schon vor etwa zwei Jahren bei einem Besuch unserer Geschäftspartner in China gesehen. Damals war das Ganze aber bei Weitem noch nicht so ausgreift wie heute. Aus unserer Sicht musste eine größere Auflösung her, die sich auch für Plakate eignet. Das ist jetzt erreicht", sagte Enrico Oswald, Geschäftsführer der LEC GmbH Eibenstock. Seit 1990 ist das Multimediaunternehmen mit seinen Inszenierungen nicht nur in Deutschland, sondern weltweit unterwegs. Für Jürgen Flemming, Geschäftsführer der Kultour Z., sind die LED-Paneele eine interessante Alternative zu den bislang verwendeten Papierplakaten. "Die bisherigen Werbeposter, die wir im Vorfeld der jeweiligen Veranstaltungen in die Fenster im Foyerbereich der Stadthalle hängen, lassen nur begrenzte Blicke nach innen und außen zu. Ich bin nicht nur von der Transparenz der neuen Module überrascht, sondern auch von der Farbbrillanz, der Schärfe der Bilder und den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten", so Flemming. Er bezog das unter anderem darauf, dass auch bewegte Bildsequenzen in erstaunlicher Qualität wiedergegeben werden können. Über das Modul züngelnde Flammen waren ein überzeugendes Beispiel hierfür. Flemming: "Es ist schon eine andere Liga, ob dunkel wirkende Plakate im Fenster hängen oder leuchtende LED-Paneele, die weithin sichtbar sind und neugierig machen. Ich denke, dass diese innovative Technik ein Stück Zukunft ist - insbesondere auch was die Einsparung von bedrucktem Papier anbelangt." In Hinblick auf die Installation spielte für den Kultour-Z.-Chef auch das geringe Gewicht der LED-Elemente eine wichtige Rolle. So brachte das vorgestellte Exemplar lediglich 15 Kilogramm auf die Waage. Zudem ist die Handhabung vergleichsweise einfach. Für die Programmierung und Ansteuerung mehrerer derartiger Leuchttafeln wird nur ein Rechner benötigt.

Auch die Energiebilanz kann sich sehen lassen. Bei "Volllast" der gesamten Fläche, also weißem Licht, gemischt aus roten, grünen und blauen LEDs, verbraucht ein Modul nur 300 Watt. F

Fans der Musik von Pink Floyd können sich am 16. November in der Stadthalle beim Pink-Floyd-Tribute-Konzert "Echoes" selbst ein Bild davon machen, was LED-Technik heutzutage vermag. Die Produktion verspricht nicht nur ein opulentes Musikerlebnis, sondern auch ein optisches Spektakel mit intelligenten Scheinwerfern, computergesteuerten Videoprojektionen und zahlreichen weiteren Elementen, die den Original-Shows von Pink Floyd alle Ehre machen.

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