Langenweißbach: Hälfte der Räte ist neu

Mit der Wahl im Mai hat sich der Gemeinderat von Langenweißbach stark verändert. Sieben der 14 Räte sind neu in das Gremium gewählt worden. Die Frauenquote hat sich verdoppelt. Das heißt allerdings nichts anderes, als dass jetzt immerhin zwei der 14 Mandatsträger weiblich sind.

Langenweißbach.

Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) hat ihre Mehrheit im Gemeindeparlament weiter ausgebaut. Stellte sie bisher acht Räte in Langenweißbach, so sitzen jetzt bei den Tagungen des Parlaments neun UWG-Abgeordnete am Tisch. Die CDU hingegen büßte einen Sitz ein und ist nun mit fünf Leuten in dem Gremium vertreten. Dass die neue Sitzverteilung die Arbeit im Rat verändert, ist kaum zu erwarten. Zum einen hatte die UWG bereits in der zurückliegenden Wahlperiode eine Mehrheit, zum anderen wird in dem Dorf nicht nach Fraktionen abgestimmt, sondern Sachpolitik gemacht.

Verändern könnte sich die Arbeit im Gemeinderat schon eher dadurch, dass mit sieben Abgeordneten die Hälfte der Räte neu ist. Aber das bleibt abzuwarten. Die Frauenquote ist mit zwei von 14 Sitzen weiterhin gering. Allerdings hat sie sich immerhin verdoppelt, wenn man bedenkt, dass im bisherigen Gemeinderat nur eine Frau saß. Die beiden Langenweißbacherinnen gehören zur UWG. Die CDU ist erneut eine reine Männerriege.


Zur konstituierenden Sitzung am Dienstagabend verpflichtete Bürgermeister Jens Wächtler (UWG) die neuen Gemeinderäte. Wie in der Hauptsatzung verankert, wurden drei stellvertretende Orts-Chefs gewählt. Einstimmig erhielten Denis Grellmann das Vertrauen als 1. Stellvertreter, Joachim Ebert (CDU) als 2.Stellvertreter und Diethard Lang (UWG) als 3. Stellvertreter.

Alle scheidenden Gemeinderäte wurden durch den Bürgermeister verabschiedet. Wächtler dankte ihnen für ihr Engagement. Werner Gutjahr (CDU, Jahrgang 1950) hatte seit 1990 erst in Langenbach und nach der Fusion weiter in Langenweißbach im Gemeindeparlament gesessen und über lange Jahre als 1.Stellvertreter des Bürgermeisters gewirkt. Er hatte vor der Wahl gesagt, dass er nicht wieder antritt, weil er Jüngeren Platz machen wolle. Ihm galt der besondere Dank. Unter Beifall sagte das Urgestein der Kommunalpolitik: "Ungeachtet der Fraktionsunterschiede haben wir bisher versucht, immer das Beste für den Ort zu tun und gezeigt, dass man auch als kleines Dorf viel erreichen kann. Macht weiter so."


Der Bürgermeister

Jens Wächtler (Unabhängige Wählergemeinschaft) ist seit 2010 ehrenamtlicher Bürgermeister von Langenweißbach. Der 64-Jährige hatte zu diesem Zeitpunkt bereits langjährige kommunalpolitische Erfahrungen aufzuweisen. So war Jens Wächtler seit 1990 Gemeinderat in Weißbach und nach der Fusion mit Langenbach 1996 bis zu seiner Wahl als Dorf-Chef von Langenweißbach Gemeinderat im zusammengelegten Ort. Wichtig ist es dem selbstständigen Handwerksmeister, die Eigenständigkeit von Langenweißbach zu erhalten.


Die Unabhängige Wählergemeinschaft (ÜWG)


CDU 

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