Liebhaber von Filmmusik geraten ins Schwärmen

Neue große Leinwand für große Kinogefühle: Die 14. Filmharmonic Night begeistert einmal mehr die Besucher.

Zwickau.

Das Publikum konnte seine Begeisterung nicht mehr zurückhalten. Mit Händen klatschend und Füßen trampelnd spendeten am Samstag die Besucher Beifall, als Solistin Judith Lefeber die erste von drei Zugaben plötzlich unterbrach. "Ein Moment, bitte", sagt sie, löste die Bändchen ihres hochhackigen Schuhwerks und fuhr barfüßig springend mit "I will Survive" fort. Damit riss sie die Zuschauer endgültig von den Sitzen.

Das Publikum der 14. Filmharmonic Night kam in den zweieinhalb mit bekannten Filmhits vollgepackten Stunden vollends auf seine Kosten. Das ging soweit, dass die Gäste den Hit "Born to be Wild" lauthals mitsangen. Zum traditionellen Rausschmeißer der Filmharmonic Night "Thank you for the Music" von Abba schalteten viele die Taschenlampenfunktion ihrer Smartphones ein, darunter auch Veranstalter Matthias Krauß selbst, der diesen Moment von der Bühne aus mit seinem Mobiltelefon festhielt.

Vorausgegangen waren viele Momente zum Träumen, Schmunzeln und auch ein bisschen zum Weinen. Auch wenn eingefleischte Fans, die seit 2004 keines der Konzerte verpasst haben, an diesem Abend den einen oder den anderen der 23 Titel schon auf einer der vorherigen Auflagen zu Gehör bekamen, schmälerte das keinesfalls das Vergnügen. Wie beispielsweise bei dem Duett aus "Phantom der Oper", das der Sänger Franco Leon wie schon 2015 allein darbot und mit seiner über drei Oktaven umfassenden Stimme sowohl den weiblichen als auch männlichen Part übernahm.

2015 brillierten Franco Leon und Judith Lefeber ebenfalls als Solisten. "Ein Offizier und Gentleman" stand schon damals als letzter offizieller Titel auf dem Programm, doch wen stört es? Nicht verwunderlich angesichts solch wunderbarer Klassiker, live vorgetragen von wunderschönen Stimmen und einem 80 köpfigen Orchester der Vogtland-Philharmonie in höchster Spiellaune, dazu noch neu mit von Jens Baumgärtel und seinem Filmteam zusammengeschnittenen Szenen der Kinostreifen, auf einer mehr als 30 Quadratmeter großen LED-Wand, die am Samstag erstmals zum Einsatz kam.

Beachtenswert waren auch die drei Voc-a-Bella- Sängerinnen Henrike Müller-Gräper, Annett Putz und Anja Schumann, die bereits seit der allerersten Filmharmonic Night dabei sind. Aber auch die jungen Chorsänger des Clara-Wieck-Gymnasiums, die an diesem Abend auf Schwedisch (Gabrielas Lied aus "Wie im Himmel"), Französisch (Drei Lieder aus "Die Kinder des Monsieur Mathieu") und auf Englisch ("Try your tears" aus "Amistad") sangen. "Uns Profis hat es wieder eine ganz große Freude gemacht, mit den jungen Leuten zusammen zu arbeiten", sagte des geistige Vater des Konzerts, Generalmusikdirektor Stefan Fraas. Als Moderator verkündete Fraas zudem, dass der Vorverkauf für die Auflage 2019 bereits eröffnet ist.

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