Mädchen und Jungen bekommen mehr Platz

Der Bau der Adam-Ries-Grundschule im Zwickauer Stadtteil Neuplanitz kann beginnen. Und das, obwohl noch gar kein Fördergeld geflossen ist.

Zwickau.

Für die Sanierung der Adam-Ries-Grundschule und deren Ausbau zu einem Schulzentrum möchte die Stadt Zwickau jetzt die ersten Aufträge vergeben. Das hat die Verwaltung am Donnerstag mitgeteilt.

Den Beschluss zu diesem mehr als 6 Millionen Euro umfassenden Vorhaben hat der Stadtrat bereits im April gefasst. Allerdings unter Vorbehalt: Gebaut werden soll nur, wenn der Freistaat einen nicht unbeträchtlichen Anteil dazu gibt. Die Stadt hat dafür sogar zwei Anträge gestellt, einmal über eine Summe von rund 3 Millionen Euro und einen weiteren über rund 2,4 Millionen Euro.


Das Geld ist noch nicht überwiesen. Allerdings hat die Sächsische Aufbaubank, von der die Finanzspritze kommen soll, zugestimmt, dass die Arbeiten beginnen können. Das ist für die Stadt das Signal zum Start gewesen. Die Bauvorbereitung beginnt nach Auskunft der Verwaltung zunächst - bereits ab Juli - mit den Verlegungen von Ver- und Entsorgungsleitungen im Baufeld des neu geplanten Mehrzweckgebäudes. Zeitgleich nehmen Fachleute die Genehmigungs- und Ausführungsplanung für das Vorhaben in Angriff. Der eigentliche Baubeginn für das Mehrzweckgebäude ist für den März 2020 vorgesehen, ab dem Sommer soll dann das bestehende Schulgebäude saniert werden.

Der Plattenbau im Stadtteil Neuplanitz ist die letzte städtische Grundschule, die noch nicht saniert worden ist. Die nebenan gelegene Fucikoberschule hingegen wurde in jüngster Zeit auf Vordermann gebracht. Beide Einrichtungen sollen mit dem jetzigen Bauvorhaben näher zusammenrücken, denn für rund 1, 5 Millionen Euro soll zwischen beiden Häusern ein Mehrzweckgebäude entstehen, das barrierefrei nutzbar ist. Es soll für beide Schulen unter anderem als Festsaal dienen, deswegen wird auch eine Bühne gebaut. Gedacht ist das Gebäude ebenso für den Unterricht, der auch fächer- und klassenübergreifend stattfinden kann. Optisch sollen sich sämtliche Bauten zu einem Komplex verbinden - nur die Farbgestaltung wird unterschiedlich sein, erklärte Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) im April, als das Vorhaben den Stadträten vorgestellt wurde.

Bei der Sanierung ist unter anderem geplant, die Entwässerung für den Bau zu erneuern, da es bei schwerem Regen oftmals nass wurde. Zudem sollen die Räume teilweise neu angeordnet werden und eine spezielle Einrichtung bekommen, damit Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche besser unterrichtet werden können. Dazu gehören beispielsweise spezielle Akustik- decken sowie eine gesonderte schallschutztechnische Ausstattung, da teilweise mit Mikrofon unterrichtet wird. Vorgesehen ist der Bau im laufenden Schulbetrieb, da die Stadt kein Ausweichgebäude anbieten kann.

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