Magerer Gewinn reicht zum Sieg

98 Spielgruppen nahmen am Planspiel Börse teil. Bei der Siegerehrung stand ein Team des Wilkau-Haßlauer Gymnasiums "Am Sandberg" ganz oben auf dem Treppchen.

Zwickau.

Manchmal ist der Name nicht nur Programm, sondern führt auch zum Erfolg. So war es zumindest im Fall des Teams "Haupt- sache_Nicht_Vierter" des Wilkau-Haßlauer Gymnasiums "Am Sandberg". Die vier Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 c fuhren beim aktuellen Planspiel Börse der Sparkasse Zwickau den Sieg ein. Trotz weltpolitischer und -wirtschaftlicher Turbulenzen gelang es dem Team, das Anfangskapital von 50.000 Euro auf einen Gesamtwert von 50.991,94 Euro zu erhöhen. Den zweiten Platz sicherte sich die Mannschaft "Wirtschaft Delux" der Hansa Handelsschule Zwickau (50.399,17 Euro) gefolgt von Team "Stangensellerie" des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums Werdau, das am Ende 50.186,50 Euro auf dem Konto vorweisen konnte.

Insgesamt erzielten die drei Erstplatzierten zwar nur geringfügige Zugewinne, beendeten den Wettbewerb aber immerhin mit einem Plus. Davon konnten viele der zum Börsenspiel angetretenen Mannschaften nur träumen. Marcel Förster vom Vertriebsmanagement der Sparkasse Zwickau sagte: "Lediglich 8,2 Prozent der Spielgruppen konnten bei Spielende einen Zuwachs des Depotgesamtwerts verzeichnen. Einen solch niedrigen Wert gab es in der Geschichte des Planspiels Börse, das zum 36. Mal durchgeführt wurde, noch nie." Die Ursachen dafür seien vielfältig gewesen und hätten die Mannschaften vor schwierige Entscheidungen auf dem Börsenparkett gestellt. Der bevorstehende Brexit, der Handelskrieg zwischen China und den USA, aber auch die Abschwächung des Wirtschaftswachstums ließen den deutschen Leitindex in der Spielzeit zeitweise unter die 11.000er-Marke abfallen. Mit diesen Problemen wurden alle Teilnehmer des Planspiels konfrontiert. Auch die Sieger aus Wilkau-Haßlau hatten damit zu kämpfen. "Wir waren überhaupt nicht siegessicher, sind zwischendurch sogar auf den siebten Platz zurückgefallen. Bei unserer Anlagestrategie haben wir nicht nur auf deutsche, sondern auch auf amerikanische Firmen gesetzt und profitierten vom zeitweisen Hoch der US-Konjunktur", sagte Antonio Berthold (16). Den ersten Platz in der Nachhaltigkeitsbewertung belegte das Team "Börsenfüchse_fangen_Hühner" vom Graupnergymnasium Kirchberg. Während es beim Planspiel nur um fiktives Geld ging, dürfen sich die Sieger je nach Platzierung über echte 600, 400 oder 200 Euro freuen.

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