Mal ganz ehrlich

Schwansinn: Was Zwickau diese Woche bewegte

Seien wir ehrlich: So richtig bewegt hat uns das Geschehen in Zwickau in dieser Woche nur in Maaßen. Gut: Das Planitzer Bad soll für Millionen saniert werden, und da ist bei den privaten Betreibern der Freibäder in Pölbitz und Crossen beim Lesen unseres Berichtes mal kurz der Schwimmring geplatzt. Aber sonst ... Okay, Kunst am Bau am Förderturm des Martin-Hoop-Schachtes: Viel Schwarz und Grau hübschen dort jetzt das Ocker auf. Was noch? Mehr Kunst. Die hält in Zwickau momentan prima die Waage: Männerüberschuss in der neuen Expressionisten-Ausstellung in den städtischen Kunstsammlungen, Frauenausschließlichkeit ab Sonntag im zweiten Teil der Leipziger-Malerinnen-Trilogie bei den Freunden aktueller Kunst. Und weil wir gerade bei den Expressionisten waren: Natürlich beschäftigte uns das Feuer, das einen Fitnessclub in der Pechsteinstraße zerstörte. Aber darüber macht man ja keine Witze. Auch keine flachen. Zum Beispiel den, dass da wohl zu viele Kalorien verbrannt wurden.

Seien wir noch ehrlicher: Die meisten von uns dürften gerade vor allem erleichtert sein, dass es sich bei Zwickau nicht um Chemnitz handelt und bei unserem Stadtfest alles glatt gegangen ist. Denn wenn wir brutalstmöglich ehrlich sind, dann hätten die dortigen Geschehnisse auch uns treffen können - der Auslöser ebenso wie die Reaktionen von Rechtsaußen. Leider ist der Kelch nur zufällig an uns vorbeigegangen, verzwickt und zugenäht.

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