Marienthal zum 14. Mal im Fackelschein

Immer wenn am ersten November-Wochenende der Zwickauer Ortsteil leuchtet, ist Fackelzauber angesagt. Ein Fest, das stets um die 20.000 Leute anzieht und für volle Läden sorgt.

Zwickau.

"Wir waren nie auf Rekordjagd, aber der Fackelzauber in Marienthal hat sich zur zweitgrößten Abendveranstaltung nach dem Stadtfest entwickelt", sagt Lutz Feustel, der vor etwa drei Jahren gemeinsam mit weiteren Enthusiasten den Verein zur Förderung der Stadtteilkultur Marienthal gegründet hat, der auch dieses Fest organisiert, das am 2. November seine 14. Auflage erlebt.

Er berichtet, dass das Event jedes Jahr so um die 20.000 Besucher anzieht. "Und denen wollen wir zeigen, dass es sich in Marienthal nicht nur gut wohnen, sondern auch gut einkaufen lässt", sagt er. Entlang der Marienthaler Straße und etwas abseits davon werden ab 16 Uhr wieder um die 60 Läden, Werkstätten, Höfe und Einrichtungen offen stehen. "Für die meisten ist es inzwischen selbstverständlich beim ,Fackelzauber' dabei zu sein, sich etwas Besonderes einfallen zu lassen, ihre Angebote ansprechend zu präsentieren", sagt Feustel. "Wir wollen damit zeigen, dass man zum Einkaufsbummeln nicht unbedingt in die City fahren muss. Und mancher entdeckt vielleicht, dass er nicht alles online bestellen muss, dass es in seinem Wohngebiet viele tolle Geschäfte gibt."

Bis 20 Uhr kann geguckt und geshoppt werden. Dann formiert sich der große Fackelzug zum Hagebaumarkt. Angeführt wird dieser erneut von den Draufgänger Guggis aus Meerane. Für Stimmung weiter hinten im Zug sorgt der Spielmannszug Zwickau. Am Ziel angekommen, werden die Teilnehmer wieder von einem prächtigen Feuerwerk begrüßt werden. Auf dem Gelände des Hagebaumarktes warten dann ein knisterndes Lagerfeuer, Livemusik und Imbiss-Angebote auf die Gäste. "Oft kommen Familien gleich in drei Generationen. Auch Marienthaler, die weggezogen sind, nutzen den ,Fackelzauber', um ihre alte Heimat wieder einmal zu besuchen und sich mit Bekannten von früher zu treffen", sagt Vereinsvorsitzender Peter Rogsch, der Geschäftsführer vom Hagebaumarkt ist. Er betont, dass das Fest davon lebt, dass Marienthaler für Marienthaler und ihre Gäste etwas auf die Beine stellen. Neben Händlern, Handwerkern und Einrichtungen unterstützen Firmen mit Spenden die Veranstaltung. So sei es auch möglich, dass zwei Shuttlebusse kostenlos zwischen Neuplanitz und Marienthal pendeln. Das werde immer gut angenommen.

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