Neumarkt: AfD-Chefin fordert OB zu Handeln auf

In einem offenen Brief verlangt die Partei eine härtere Gangart

Zwickau.

Nach der Vor-Ort-Begehung auf dem Zwickauer Neumarkt hat sich die AfD-Kreisvorsitzende Janin Klatt-Eberle in einem offenen Brief an Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) gewandt. Klatt-Eberle fordert darin die Stadt auf, den Problemen auf dem Neumarkt entschiedener zu begegnen. Die Stadtverwaltung hat den Eingang des Schreibens bestätigt. Wie Findeiß damit umgehen wird, ist noch nicht bekannt. Klatt-Eberle hat ihr eine Antwortfrist bis Ende August gesetzt.

Im Wortlaut schreibt die AfD-Vorsitzende: "Ich als Kreisvorsitzende des AfD-Kreisverbandes Zwickau fordere Sie auf, als Oberbürgermeisterin dieser Stadt wieder für Recht und Ordnung zu sorgen." Im besonderen sollten die gesetzliche Nachtruhe ab 22 Uhr sowie das Verbot zum Mitführen von Stichwaffen "mit aller Konsequenz" durchgesetzt werden. Außerdem bittet Klatt-Eberle um eine Prüfung, wie die staatliche Fürsorgepflicht umgesetzt wird. Viele Jugendliche, die abends am Neumarkt verkehren, würden minderjährig aussehen.

Ferner schreibt Klatt-Eberle: "Das ist keine Stadt mehr, in der wir deutschen Bürger noch gut und gerne leben möchten. Das sind arabische Verhältnisse, die von Angst und Gewalt vor allem gegenüber Frauen geprägt sind. Diese arabischen Verhältnisse wollen wir nicht auf unseren deutschen Straßen haben. Wir haben das Recht und auch den Willen, wieder deutsche Verhältnisse auf deutschen Straßen einzufordern." Sie nimmt zudem Bezug auf die Schilderungen zahlreicher Anwohner, die von Ruhestörungen, Pöbeleien und abendlichem Krawall berichten. "Frauen und ältere Menschen gehen abends gar nicht mehr auf die Straße. Einige Anwohner haben schon ihre Wohnung gekündigt und ziehen weg", schreibt Klatt-Eberle. Gastwirte beklagen Umsatzverluste.

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