Prüfanlage geht in Betrieb

Die Fakultät für Automobil- und Maschinenbau der Hochschule hat Nachwuchs bekommen. Er ist fast eine viertel Million Euro wert.

Zwickau.

Nach gut zwei Jahren des Wartens hat die Fakultät Automobil- und Maschinenbau (AMB) der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) ein neues Gerät in Betrieb genommen. Dabei handelt es sich um einen Prüfkomplex für Schraubverbindungen. Er hat 226.000 Euro gekostet und wurde über die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert.

Genutzt wird das Gerät vor allem vom Team um den Professor für Konstruktions- und Verbindungstechnik Willfried Lori. Die Anlage ermöglicht es, die Reibungszahl von Schraubverbindungen zu ermitteln. Diese Zahl gibt das Verhältnis von Reibungskraft und Anpresskraft zwischen zwei Körpern wieder - in dem Fall zwischen Schraube und Mutter. Das ist wichtig, um Schraubverbindungen optimal berechnen zu können, erläutert der Professor. "Das Wissen um die Reibungszahl beeinflusst die Größe von Schraube und Bauteil, um eine optimale Haltbarkeit zu erzielen", sagt Willfried Lori. Die Anlage wird unter anderem auch dazu genutzt, um Sicherheitseinrichtungen an Schraubverbindungen zu untersuchen. "Das verhindert, dass sich während des Betriebs einer Anlage Schrauben von allein lösen."

Nach Auskunft von Hochschul-Sprecherin Silke Dinger ist die WHZ derzeit die einzige Hochschule in Sachsen mit einem solch modernen Prüfkomplex. Der dient zum einen dazu, die AMB-Studenten auszubilden, zum anderen werden an der Anlage auch Prüfaufträge bearbeitet. Die kommen vor allem aus der Industrie, die sich mit der Entwicklung von Schmiermitteln befasst. Mindestens ebenso gefragt ist die Ermittlung der Reibungszahlen für konkrete Verbindungen, um die Funktionssicherheit von unterschiedlichen Produkten zu erhöhen und gleichzeitig die Masse von Bauteilen zu verringern.

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