Reinsdorfer erhält Porzellan-Medaille

Sachsen blickt auf 30 Jahre Wiedergründung des Freistaates zurück. Anlass genug, Bürgern für ihren Einsatz zu danken.

Reinsdorf.

Die Überraschung ist gelungen: Heinz Mittelbach erhielt als verfrühtes Weihnachtsgeschenk ein Päckchen aus Dresden. Der Absender: Ministerpräsident Michael Kretschmer. Der CDU-Politiker bedankt sich mit der Aktion bei jenen Sachsen, die sich zum 30. Jahrestag der Wiedergründung des Freistaates und der Deutschen Einheit verdient gemacht haben. Neben dem Reinsdorfer haben weitere elf Personen im Landkreis Zwickau die Medaille "Sachsen - Land der Friedlichen Revolution" erhalten. Die Vorschläge für die Auszeichnung hatte Landrat Christoph Scheurer (CDU) gemacht. Wie Torsten Kupsch von der Staatskanzlei mitteilt, wurden sämtliche Vorschläge berücksichtigt. "Ich freue mich über die Ehrung, damit hätte ich nie gerechnet", sagt der 83-jährige Senior, der zudem den Titel "Ehrenbürger" seiner Gemeinde verliehen bekommen hat. Nicht ohne Grund: "Heinz Mittelbach war viele Jahre mein Stellvertreter, er hat mich oft vertreten. Diese Auszeichnung hat er mehr als verdient", sagt Rathauschef Steffen Ludwig (parteilos), der seinen ehemaligen Vize als fairen, sachlichen und offenen Menschen beschreibt. "Er ist immer auf die Menschen zugegangen, hat sich deren Sorgen und auch Kritik angehört", fügt Ludwig an.

Damit nicht genug: Mittelbach gehörte seit dem 16. Lebensjahr der Feuerwehr an. Zu DDR-Zeiten hat er sich um den Brandschutz im Ort gekümmert, indem er sich die Ofenbleche der Einwohner anschaute. "Dadurch kennt mich fast jeder im Dorf", so der Rentner. Außerdem engagierte er sich für die Kirchgemeinde und initiierte die Partnerschaft mit der Gemeinde Pliezhausen (Baden-Württemberg). Noch heute engagiert sich der Westsachse im ortsansässigen Heimatverein und arbeitet ehrenamtlich im Heimat- und Bergbaumuseum mit.

Eigentlich wollte Kretschmer die Medaillen während einer zentralen Festveranstaltung überreichen. Das verhinderte aber die Coronapandemie. Denn "der Gesundheitsschutz geht vor", heißt es in dem Schreiben des Ministerpräsidenten an die Geehrten. Sachsen hatte sich für den Entwurf des Schmuckgestalters Stefan Todorov entschieden. Die Vorderseite der Porzellan-Medaille verdeutlicht anhand von Worten, die spiralförmig von innen herauskommen, den Verlauf der jüngeren Geschichte bis in eine offen gelassene Gesellschaft. Die Rückseite zeigt in einer gelungen Komposition die Logos des Freistaates Sachsen, der Sächsischen Numismatischen Gesellschaft und der Porzellan-Manufaktur Meißen. (jwa)www.revolution.sachsen.de

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