Schlepperei hat bald ein Ende

Wasserwerke bauen Leitung in Wildenfels

Wildenfels.

Die Familie Hochmuth, deren Brunnen im September vergangenen Jahres ausgetrocknet war, jubelt: Die Wasserwerke wollen diese Woche beginnen, die noch im letzten Abschnitt nötige Wasserleitung an der Zwickauer Straße in Wildenfels zu legen. Unternehmenssprecherin Anja Fischer zufolge ist dafür eine Verkehrsraumeinschränkung halbseitig mit Regelung durch eine Bauampel vorgesehen. Am Dienstag, 8 Uhr, soll es losgehen. Bis 22. März soll alles erledigt sein.

Für Familie Hochmuth ist damit die Wasserschlepperei beendet. Sie durfte aber auch eine Welle der Hilfsbereitschaft erleben. Dank zahlreicher Nachbarn und Freunde, die regelmäßig Kanister vorbeibrachten, konnten sie sich sprichwörtlich den Winter über Wasser halten. Christine Hochmuth erklärte im Januar: "Wir gehen jetzt viel bewusster mit Wasser um."

Die Wasserwerke konnten nicht früher buddeln. Von November bis Februar erteilte das Landratsamt für eine Sperrung der Staatsstraße keine Erlaubnis.

Im September war den Hochmuths, die einen Bauernhof betreiben, aufgefallen, dass ihr Brunnen, der 130 Jahre lang treue Dienste leistete, versiegt war. Aus ihm konnten Mensch und Tier gespeist werden. Christine Hochmuths Vater sah keine Veranlassung, sich ans Wassernetz anschließen zu lassen.

Sechs ebenfalls noch nicht an das Trinkwassernetz angeschlossene Grundstückseigentümer aus einem anderen Teil von Wildenfels hatten ebenso Kontakt mit den Wasserwerken aufgenommen. Ende Februar wurden sie nach Angaben der Unternehmenssprecherin über die Möglichkeit eines Anschlusses informiert. Ob sie wirklich alle angeschlossen werden, stehe derzeit noch nicht fest, so Anja Fischer. (upa)

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