Spektakuläre Einblicke

Ein Hobbydrechsler stellt beim Lochmühlenfest in Hirschfeld das Handwerk vor und hat auch Überraschungen parat. In Marienau zeigen Dirt-Biker waghalige Sprünge. Das Rosenfest ist für Blumenliebhaber ein Muss-Termin.

Stefan Seifert (69), Hobbydrechsler aus Lichtentanne, war am Wochenende zu Gast beim Lochmühlenfest in Hirschfeld. Als er Rentner wurde, hatte er nach einem sinnvollen Hobby gesucht. "Durch ein Foto in der ,Freien Presse' habe ich schließlich zum Drechseln gefunden" sagte Seifert. Vor allem sei Drechseln ein Handwerk, aber natürlich komme auch der künstlerische Aspekt bei seinen Holzarbeiten nicht zu kurz.

Weil er aber nicht nur für zu Hause oder Freunde produzieren können - "Dafür drechsle ich einfach zu viel." - ist Stefan Seifert auf verschiedenen Märkten der Region anzutreffen. Das macht ihm Spaß. Und offensichtlich auch den Besuchern, denn Seifert sagt ganz zufrieden: "Ich verkaufe nicht nur, ich unterhalte die Leute auch." Gerade aber der Verkauf ist wichtig, denn damit refinanziert der Lichtentanner sein Hobby, dass "ganz schön teuer" ist, wie er sagt. Auch beim Lochmühlenfest war er ein gern gesehener Gast. Mit der Resonanz auf das diesjährige Fest war Jana Schreiter vom Wanderstützpunkt Lochmühle in Hirschfeld insgesamt zufrieden. Am Samstag hätte sie sich ein paar Gäste mehr gewünscht. Aber das nicht allzu gute Wetter und die Fülle an anderen Veranstaltungen hätten sich auf das Fest am Wanderstützpunkt negativ ausgewirkt. Am Sonntag sei dann aber "volles Haus" gewesen, sagte Schreiter. (rpk)


Ute Hahn, Gartenbauingenieurin und gemeinsam mit ihrem Mann Mirko Chefin der Baumschule Mülsengrund im Mülsener Ortsteil Stangendorf, konnte am Wochenende beim traditionellen Rosenfest wieder zwischen 3000 und 4000 Besucher begrüßen. Die Gäste konnten sich rund um das Thema "Rose" ausführlich beraten lassen. So gab es beispielsweise Pflegetipps und Hinweise zur Veredlung, sagte Hahn.

Im circa 20 Mitarbeiter zählenden Unternehmen werden insgesamt mehr als 100 Rosensorten veredelt. So gibt es unter anderem Beetrosen, Bodendeckerrossen, Strauchrosen und Englische Rosen. Wer wollte, konnte auch an einer Kremserfahrt auf das Rosenfeld teilnehmen - auch das hat Tradition. Während dieses Ausfluges wurde den Teilnehmern unter anderem der Weg von der Wildrose bis zur Veredlung erklärt, sagte Ute Hahn. (rpk)


Fritz Göbel (21) ist Vorsitzender des Radsportvereins "Dirt-Wies" Marienau. Für ihn ist der Wettkampfsamstag trotz Regenschauern und zwei heftiger Stürze erfolgreich über die Bühne gegangen. "Den beiden Gestürzten geht es wieder ganz gut, sie konnten das Krankenhaus verlassen", sagte er am Montag erleichtert. 600 Zuschauer zählte der noch junge Verein, der am Rande des Mülsener Ortsteils Marienau eine eigene Strecke für Dirt-Bikes (Spezialfahrräder, mit denen man über Hügel und Rampen springen kann) betreibt. 32 Amateure traten beim KMC-Dirt-Wies-Ride am Samstag gegeneinander an.

Auf Platz 1 landete Lasse Loenneberga (Marburg), Zweiter wurde Tim Meltzer (Callenberg), Dritter Marvin Westerwald (Niddatal). Tim Stiegler aus Heinrichsort holte einen beachtlichen vierten Platz. Bei den 15 Profis verteidigte Vereinsmitglied Lukas Knopf (Leukersdorf) seinen Vorjahrestitel. Zweiter wurde Lukas Schäfer (Diez), Dritter Dean Friedrich (Frankenthal). Wegen schlagartiger Regenschauer musste der Wettbewerb zweimal unterbrochen werden. "Mit vereinten Kräften und Gasbrennern konnten wir schnell wieder weiter machen", sagte Göbel.

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