Sportliches Westsachsen

Laufsportler feiert Geburtstag in 6700 Meter Höhe. Giegenbrüner Taucher starten in die 2017er-Saison. Vietnamen tanzen ins Jahr des Feuerhahnes hinein.

Mario Süß (55), Tauchlehrer, hätte am Sonntag nur allzu gerne selbst einen Tauchgang unter das 15 Zentimeter starke Eis des zugefrorenen Steinbruches am Giegenstein unternommen. "Ich werde das vielleicht nachholen, aber heute stehen auch für mich Aufgaben bei der Organisation der Veranstaltung im Vordergrund", sagte er. Normalerweise liegt bei den Mitgliedern des TC Flipper der Termin des Antauchens auf dem ersten Wochenende nach Neujahr. Aufgrund starken Schneefalls musste das diesmal aber abgesagt werden. Einerseits, weil der Weg zur Tauchbasis nicht passierbar war, auf der anderen Seite verhinderte die weiße Pracht eine eindeutige Einschätzung der Dicke der Eisschicht. "Sicherheit geht in jedem Falle vor. Das betrifft auch die heutigen Ausflüge in das 4 Grad Celsius warme Wasser. Jeder Taucher ist über Leinen mit je einem Sicherheitsposten verbunden", sagte Mario Süß. Außerdem gab es neben dem großen Ein- und Ausstiegsloch noch zwei weitere Eislöcher als Reserve, alle in Dreiecksform. Das ermögliche ein besseres Herausziehen der Unterwassersportler aus den kühlen Fluten. Aus Gründen der allgemeinen Sicherheit wurden die Eislöcher nach dem Ende der Tauchgänge am Sonntagnachmittag wieder verschlossen. (awo)

Erik Haß (35), erfolgreicher Laufsportler beim SV Vorwärts Zwickau, hat seinen Geburtstag diesmal in extrem dünner Luft gefeiert. Am 21. Januar erklomm er den 6740 Meter hohen Llullaillaco in Südamerika. "Ich habe gemeinsam mit Freunden aus Halle an einer dreiwöchigen Anden-Expedition mit dem Namen 'Auf den Spuren der Inka' teilgenommen. Dabei ging es um die in den Bergen gelegenen Inka-Grabstätten. Die auf dem Llullaillaco ist die höchste, die es in Chile gibt", sagte er. Dank seines guten Trainingszustandes und der damit verbundenen Fitness konnte er die Strapazen der Tour verhältnismäßig problemlos wegstecken. Natürlich habe ihm die dünne Luft zu schaffen gemacht. "Insbesondere in den ersten beiden Wochen waren die Kopf- und Gliederschmerzen schon erheblich. Und obwohl man sich nach einiger Zeit an die Höhenluft gewöhnt hatte, ging doch alles viel langsamer als sonst vonstatten." An der Expedition nahm er nicht nur wegen seines Interesses an der alten Inkakultur teil. Erik Haß wollte auch seine körperlichen Grenzen austesten. Ob er demnächst erneut so ein Projekt angeht, steht in den Sternen. "Es ist wie beim Marathon. Unmittelbar danach sagt man sich, nie wieder. Ein paar Wochen später sieht es dann meist schon ganz anders aus." (awo)

Rund 500 Vietnamesen, die in der Region leben, haben am Sonnabend zusammen mit deutschen Gästen in der Muldentalhalle in Wilkau-Haßlau das traditionelle Tet-Fest gefeiert. Es markierte den ersten Tag des neuen Mondjahres, das diesmal Jahr des Feuerhahns genannt wird. Die Kombination Feuer und Hahn kommt im chinesischen Kalender nur alle 60 Jahre vor. Der Feuerhahn gilt dabei als Symbol für Optimismus, Innovation und Fortschritt. Zugleich steht das Fest für den Beginn des Frühlings. Auch fern ihrer Heimat bewahren sich viele der in Deutschland lebenden Vietnamesen ein Stück ihrer Kultur und begehen das Fest gemeinsam. Aus diesem Anlass Kostüme aus der alten Heimat zu tragen und traditionelle Lieder zu singen, gehörte für die Menschen aus dem südostasiatischen Land ebenso unverzichtbar zu den Feierlichkeiten wie das obligatorische Feuerwerk. Beim Auftritt einer Mädchentanzgruppe zeigte sich aber auch, dass speziell bei den jungen Vietnamesen die moderne Jugendkultur längst angekommen ist. Denn das, was die Teenager in der Muldentalhalle zeigten, war eine pfiffige Choreografie zu Musik aus den aktuellen Charts. (awo)

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