Streicheleinheiten vor dem Start ins Schulleben

Bevor am Montagmorgen für sie der Ernst des Lebens beginnt, verbrachte eine ganze Reihe Abc-Schützen am Sonntag ein paar abwechslungsreiche Stunden beim Zuckertütentag im Hirschfelder Tierpark.

Hirschfeld.

Die siebenjährige Lina absolvierte am Wochenende fast schon einen Feier-Marathon. Am Sonnabend hatte die kleine Zwickauerin Schulanfang, am Sonntag feierte sie ihren Geburtstag. Damit der nicht im allgemeinen Schulanfangstrubel unterging, unternahm ihre Familie zusammen mit Freunden und Verwandten einen ausgiebigen Abstecher zum Zuckertütenfest in den Hirschfelder Tierpark. Großmutter Mandy Radeck verriet, warum man sich ausgerechnet für diese Form der Geburtstagsfeier entschieden hatte. "Für Kinder ist so ein Ausflug in den Tierpark immer ein Erlebnis. Noch dazu haben wir heute herrlichen Sonnenschein, viele Spielangebote und auch noch ein Bühnenprogramm. Außerdem gab es für die Schulanfänger nachträglich sogar noch ein kleines Geschenk vom Tierpark. Was will man an so einem Tag mehr."

Beim Geburtstagskind kam die Sache mit dem Ausflug super an. "Ich habe das schon gewusst und mich ganz sehr darauf gefreut. Ganz toll war, dass ich mal mit Shaun dem Schaf kuscheln konnte", meinte Lina. Was die Schule angeht, so ist sie gespannt, was in den nächsten Tagen und Wochen auf sie zukommt. Im Augenblick stehen bei ihr Fächer wie Zeichnen, Musik und Sport hoch im Kurs.


Anders der gleichaltrige Pascal, der ebenfalls zu der kleinen Festgesellschaft gehörte und genau wie Lina am Montagmorgen erstmals die Schulbank drückt. "Ich möchte ganz schnell lesen lernen", brachte er seine Erwartungen an den neuen Lebensabschnitt auf den Punkt. Einen ersten Vorgeschmack auf die Schulzeit dürfte es für Lina und Pascal schon Sonntagabend gegeben haben. Da stand für die beiden Abc-Schützen nämlich noch das erstmalige Packen des Ranzens auf dem Programm.

TV-Seriehelden wie Shaun das Schaf oder Der kleine Drache Kokosnuss kamen am Sonntag nicht nur bei den kleinen Besuchern des Tierparks an. Sogar der eine oder andere Erwachsene ließ sich mit den knuffigen Gestalten fotografieren. Unter ihnen die 31-jährige Diana Körl aus Stralsund, die derzeit bei ihrer Schwester in Zwickau zu Besuch ist. "Shaun ist einfach Kult. Mit ihm muss man sich fotografieren lassen, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt", meinte sie.

Was für das Nordlicht und die anderen Besucher einen Heidenspaß darstellte, war für die 15-jährige Hanna Wiesner aus Werdau eine schweißtreibende Angelegenheit. Sie steckte im Inneren des Kostüms. "Das ist doch schon ziemlich warm, und ich bin echt froh, wenn ich wieder raus kann", ließ die junge Frau durchblicken. Erschwerend kam hinzu, dass ihre Sicht eingeschränkt und sie beim Umhergehen auf dem Tierparkgelände auf Hilfe angewiesen war. Die kam in ihrem Fall von Florentine Ebert, deren Vater Chef der gleichnamigen Hirschfelder Marketingagentur ist, die das Zuckertütenfest unterstützte. "Die Wege sind zwar gut begehbar, aber in dem Kostüm muss man durch das stark eingeengte Sichtfeld trotzdem höllisch aufpassen. Da hilft nur eines: Shaun an die Hand nehmen und langsam laufen." Allzu große Strecken am Stück mussten Shaun und die anderen Figuren in der Regel aber nicht zurücklegen. Denn sobald sie auftauchten, bildete sich schnell eine Trauben von Kindern, die die Figuren unbedingt in die Arme nehmen wollten. Eltern und Großeltern waren derweil damit beschäftigt, diesen Moment leuchtender Kinderaugen mit der Kamera oder dem Handy festzuhalten.

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