Streit um Kreisfinanzen

Freie Wähler weisen CDU-Vorwürfe zurück

Zwickau.

Die Debatte um die Finanzen des Landkreises geht weiter. In einer Mitteilung haben die Freien Wähler am Freitag ihren gemeinsam mit der FDP eingebrachten Antrag verteidigt, der die vom Landrat geplante Erhöhung der Kreisumlage zu Fall gebracht und eine Millionenlücke im Kreishaushalt verursacht hatte. Laut Berechnung der Freien Wähler sei das Einnahmedefizit des Landkreises weit geringer als angegeben. Es würde sich demnach nicht auf 10 Millionen Euro, sondern nur auf etwas mehr als 2 Millionen Euro belaufen. Dass der Landrat tief greifende Einschnitte ankündige, sei angesichts dessen "absolut nicht nachvollziehbar", so die Kirchberger Bürgermeisterin und Freie-Wähler-Kreisrätin Dorothee Obst. Den abweichenden Angaben über die Einnahmenhöhe liegen offenbar unterschiedliche Berechnungsmodelle zugrunde.

Darüber hinaus haben die Freien Wähler die Kritik von CDU-Kreischef Marco Wanderwitz zurückgewiesen, der den Gegnern der Umlage-Erhöhung vorgeworfen hatte, den Landkreis in seiner Aufgabenstellung zu lähmen. Laut Obst sei das Gegenteil der Fall. Man stärke schließlich Städte und Gemeinden, die nun nicht mehr Kreisumlage an den Kreis zahlen müssen und infolge dessen eigene Investitionen vornehmen könnten. (ael)

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...