Stufengässel an alter Stadtmauer wird grundhaft ausgebaut

Die Treppen, die sich entlang der alten Wildenfelser Stadtmauer hinauf zum Markt winden, sind in einem desolaten Zustand. Das Geländer, das Halt geben könnte, befindet sich in Kniehöhe.

Wildenfels.

Eine schmale Gasse führt von der Straße Am Graben über desolate Stufen in Richtung Wildenfelser Markt und mündet in einen mit Rollsplitt übersäten Flickenteppich. Der Treppen wegen hat der Weg, der sich an der alten Wildenfelser Stadtmauer entlang hinaufwindet, den Namen Stufengässel erhalten. Das alte Geländer befindet sich in Kniehöhe und bietet Passanten keinen Halt. "Das liegt daran, dass zu DDR-Zeiten einfach neue Stufen auf die alten gesetzt worden sind, ohne die Geländerhöhe zu verändern", sagt Bürgermeister Tino Kögler (parteilos). Er weiß, dass die Gasse nur wenig frequentiert ist. Aber es gibt dort Häuser. Und sowohl die Bewohner als auch deren Gäste leben vor allem bei Regen, Schnee und Eis gefährlich, wenn sie auf dem Weg unterwegs sind.

Jetzt soll das Gässel grundhaft zu einem verkehrssicheren und bei allen Witterungsbedingungen gefahrlos benutzbaren Erschließungsweg ausgebaut werden. Der Stadtrat hat auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, die dafür nötigen Arbeiten für gut 117.000 Euro an die Firma Zettel aus Aue-Alberoda zu vergeben. Das Unternehmen hatte das wirtschaftlichste unter fünf Angeboten gemacht. Mit 50.233 Euro beteiligen sich die Wasserwerke Zwickau an der Maßnahme, weil der Mischwasserkanal in dem Bereich gleich mit erneuert wird.


Während die Treppen und das Geländer erneuert werden, soll auf den Flickenteppich im oberen Bereich Granitpflaster kommen. Da die Arbeiten genau wie die Sanierung des Wildenfelser Schlosses innerhalb des städtebaulichen Denkmalschutzes laufen, wird die restliche Summe in Höhe von knapp 66.900 Euro, die die Stadt trägt, zu 80Prozent gefördert. Der Baustart für das Stufengässel ist derzeit für September geplant.

Die 80-prozentige Förderung innerhalb des städtebaulichen Denkmalschutzes will die Stadt ebenfalls nutzen, um den Wildenfelser Kirchplatz neu herzurichten.

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