Tafeln informieren über "Hohen Forst"

Wanderer erfahren auf dem Natur- und Bergbaulehrpfad viel Interessantes. Dafür gesorgt haben Kirchberger Heimatfreunde.

Kirchberg.

Spaziergänger, die auf dem Natur- und Bergbaulehrpfad "Hoher Forst" nahe der Stadt Kirchberg entlang wandern, werden jetzt noch besser mit Informationen versorgt. "Wir haben in den zurückliegenden Wochen die Rückseiten von acht der schon vorhandenen Infotafeln durch weitere Bilder und Texte ergänzt. Einerseits geben sie Auskunft über die Geschichte des Bergbaus im ,Hohen Forst'. Auf der anderen Seite klären sie auch über das richtige Verhalten in so einem geschichtsträchtigen und sensiblen Areal auf - nicht drohend, sondern Verständnis weckend", sagt Wolfgang Prehl, Vorsitzender der Kirchberger Natur- und Heimatfreunde beim Naturschutzbund Deutschlands. Zusätzlich seien von den Vereinsmitgliedern an 15 Stellen entlang des Lehrpfades kleinere Hinweistafeln mit Wissenswertem über die heimische Tier- und Pflanzenwelt aufgestellt worden. Auf ihnen befinden sich unter anderem kompakte Informationen zu Dachs, Kolkrabe, dem Breitblättrigen Stengelwurz und einer Waldorchidee.

Finanziert wurden die Tafeln durch Spendengelder und aus Vereinsmitteln. "Bei der Gestaltung der Tafeln haben wir Wert darauf gelegt, dass die Leute nicht mit riesigen Texten überfrachtet werden. Aber sie sollen schon erfahren, wie vielfältig unsere heimische Natur ist und was es hier alles zu sehen gibt", sagt der 67-jährige Natur- schützer. Die Informationen richten sich vorrangig an Wanderer, die den "Hohen Forst" individuell erkunden. Wer mehr über Geschichte und Natur des Altbergbaugebietes erfahren möchte, kann an einer der Führungen teilnehmen, die von den Heimatfreunden angeboten werden.

Der Natur- und Bergbaulehrpfad wurde zwischen 2001 und 2002 angelegt und führt wahlweise über einen drei oder knapp sechs Kilometer langen Rundwanderweg durch das historische Bergbauareal. "Da die großen Schautafeln inhaltlich aufeinander aufbauen, empfehlen wir Individualtouristen, ihre Wanderung an der ersten Tafel zu beginnen. Sie befindet sich am Rand des Weges, der zwischen dem Wasserwerk Burkersdorf und dem Krankenhaus zum Wald führt", sagt Prehl. Im "Hohen Forst" wurden Eisen-, Kupfer-, Silber- und Bleierz abgebaut. Später fand man im Gestein einen Wolframerzgang.

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