Verkehrslärm: Online-Umfrage wird ausgewertet

Zwickauer Bürger konnten seit November Vorschläge für Verbesserungen einreichen. Diese sollen jetzt fachlich bewertet werden.

Zwickau.

Eine Online-Umfrage zum Thema Verkehrslärm, die Ende November vom Umweltbüro der Stadt Zwickau gestartet wurde, wird jetzt ausgewertet. Das sagte Heike Reinke von der Pressestelle der Stadtverwaltung. Zwickauerinnen und Zwickauer konnten in der Umfrage unter anderem Angaben zu Lärmquellen im Stadtgebiet machen und Vorschläge zur Lärmminderung wie beispielsweise Geschwindigkeitsbegrenzungen und den Einbau lärmoptimierten Asphalts einbringen. Die ausgefüllten Fragebögen zum Thema Lärm konnten auch über aufgestellte Sammelboxen abgegeben werden, unter anderem im Umweltbüro im Verwaltungszentrum und Bürgerservice im Rathaus. Allein online nahmen mehr als 500 Bürger an der Befragung teil.

Eine Möglichkeit zum direkten Erfahrungsaustausch zwischen Bürgern und Fachleuten gab es auch Mitte Januar in einer ersten Bürgerversammlung zum Lärmaktionsplan. Die an dieser Stelle als Schwerpunkte der Lärmbelastung angezeigten Straßen- beziehungsweise Straßenabschnitte deckten sich größtenteils mit denen der Lärmkartierung des Umweltbüros, heißt es aus dem Rathaus. Als größte Lärm-Schwerpunkte werden vor allem die Marienthaler Straße, die Reichenbacher Straße, die Leipziger Straße und die Talstraße wahrgenommen. Die Vorschläge der Anwohner werden in den weiteren Bearbeitungsprozess des Lärmaktionsplanes Stufe 3 einfließen, sagte Reinke. Vorgeschlagen wurde unter anderem: Umgestaltung von Straßenabschnitten; Verbesserung der fußläufiger Beziehungen; Verringerung des Schwerverkehrs durch gezielte Ausschilderung; Verbesserung des Fahrbahnzustandes; Verbesserung der ÖPNV-Beziehungen; Shuttle-Verkehr für bedeutende Gewerbestandorte und der Ringschluss der Mitteltrasse.

In den nächsten Wochen werden alle Vorschläge und Lösungsansätze auf fachlicher Ebene ausgewertet und auf Umsetzbarkeit geprüft. Im Ergebnis wird ein Maßnahmekatalog entstehen, der voraussichtlichim April oder Mai in einer weiteren öffentlichen Beteiligungsveranstaltung vorgestellt wird. Nach einem abschließenden Feinschliff wird dieser als strategische Planung dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorgelegt, sagte Heike Reinke. (ja)


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