Vom Zirkus in Zwickau zu DSDS

Ein Westsachse könnte Deutschlands neuer Superstar werden. Viele Menschen aus Westsachsen dürften ihn schon kennen.

Zwickau/Meerane.

Viele Westsachsen kennen diesen Kandidaten der Fernsehshow "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS): Ramon Kaselowsky. Der Sänger führte beim Zwickauer Weihnachtszirkus mit seiner Partnerin Lorena Hein aus Meerane durch das Programm. Er kämpft am heutigen Samstagabend vor einem Millionenpublikum um den diesjährigen Titel. Die Westsachsen hat er mit seiner Stimme schon im Winter verzaubert.

Das gelang dem 26-Jährigen auf Anhieb auch bei den DSDS-Juroren. Bei seinem Castingauftritt überraschte er die Jury mit dem alten Schlager "100 Jahre" von Randolph Rose. Der DSDS-Chefjuror Dieter Bohlen war sofort Feuer und Flamme: "So etwas habe ich in den letzten 16 Jahren in der Qualität noch nicht gehört." Das rührte Ramon Kaselowskys Freundin Lorena Hein, die ihn zum Casting begleitete, zu Tränen. Die Meeranerin stammt wie Ramon aus einer Zirkusfamilie. Ihr Onkel, der Meeraner Unternehmer Norbert Friedrich, ist der Chef der Firma Sachsenpalast, die 2018 den Zwickauer Weihnachtszirkus auf dem Platz der Völkerfreundschaft ins Leben gerufen hat. Ihr Vater Steffen Hein ist zuständig für die Weihnachtszirkus-Öffentlichkeitsarbeit. Gesangsunterricht hatte der selbstständige Gebäudereiniger, der der siebten Generation einer Artistenfamilie angehört, nie. "Wöchentlich haben wir die Standorte gewechselt. Ich war auf 44 Schulen", erzählt der Sachse, der heute noch im Wohnwagen wohnt.

Als DSDS-Kandidat erntete er bis jetzt für jeden seiner Wettbewerbsauftritte Lobeshymnen der Jury. Bei der ersten Liveshow am vergangenen Samstag bekam Kaselowsky für seine deutschsprachige Interpretation des Songs "Mandy" 51,2 Prozent der Fernsehzuschauer-Stimmen und ist mit großem Abstand Favorit für den Titel. "Ich konnte es kaum fassen, als ich dieses unglaubliche Votingergebnis in der Liveshow sah", so der Sänger nach der Show.

Der Meeraner Norbert Friedrich sagt: "Trotz dieses Ergebnisses braucht Ramon die Unterstützung der Zuschauer und zählt auf viele Anrufer, unter denen vielleicht auch die Menschen sind, die ihn im Weihnachtszirkus erlebt haben."

Bei der ersten Liveshow durften wegen des Coronavirus nur Freunde und Familienmitglieder als Publikum dabei sein, am heutigen Samstag ebenso. Finale ist am 4. April - und dann könnte Deutschlands neuer Superstar aus Westsachsen stammen.


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