Zeitverzug ist wieder aufgeholt

Beim Bau der Seniorenresidenz und der Studentenwohnanlage Schillerstraße liegt der Schwerpunkt auf dem Innenausbau.

Zwickau.

Der Winter hat den Neubau der Seniorenresidenz und der Studentenwohnanlage an der Schillerstraße in Zwickau für fast sechs Wochen nahezu lahmgelegt. "Es war schon eine Herausforderung, den Zeitverzug wieder aufzuholen", sagte Bauleiter Dirk Hauswald. Jetzt liegen die Bauarbeiten wieder weitgehend im Plan. Hauswald koordiniert derzeit etwa 20 Firmen auf der Baustelle. Mehr als 70 Arbeiter sind in Spitzenzeiten im Einsatz. Das ist schon die nächste Herausforderung: Die Arbeiten müssen so eingeteilt werden, dass sich die Bauarbeiter nicht gegenseitig im Weg stehen. "Das klappt alles sehr gut", freut sich der Bauleiter der Firma Elbe-Bau, einem Tochterunternehmer des Bauherren K&S-Unternehmensgruppe.

Von außen für jedermann sichtbar wird derzeit die Fassade verputzt. Am Nebengebäude an der Ecke der Straße am Schwanenteich sind die Maurer mit diesen Arbeiten schon fertig. Sie konzentrieren sich jetzt auf den sechsgeschossigen Hauptkomplex, der aus den beiden Wohngebäuden und einem Verbindungsbau besteht. "In etwa drei Wochen wollen wir alle Rohbau- arbeiten beendet haben", sagte Hauswald. Dann bleibt nur noch der Innenausbau als Aufgabe.

Schon jetzt wird in dem riesigen und an diesem Standort optisch noch ungewohnten Bauwerk der Innenausbau vorangebracht. Auf allen Etagen haben Trockenbauer, Elektriker, Fliesenleger, Tischler und Maler das Sagen. Auch die Dachdeckerarbeiten stehen kurz vor dem Abschluss. Sie stellen unter anderem gerade die Dachterrasse fertig, von der Senioren und Studenten später einen Ausblick auf Zwickau haben werden.

Der nächste Höhepunkt steht auch schon fest. "Am 26. April findet das Richtfest statt", sagte Dirk Hauswald. Zum Beginn des neuen Semesters am 1. September sollen die 87 Ein-Zimmer-Appartements an die Studenten übergeben werden. Die 20 Quadratmeter großen Wohnungen sind jeweils mit Bad ausgestattet. Für die Studenten sind mehrere Etagen im Gebäude am Dr.-Friedrichs-Ring reserviert. Im Erdgeschoss dieses Gebäudeteiles wird ein öffentliches Café eingerichtet. "Auch dieses Café wird von einem Tochterunternehmen betrieben", sagte Hauswald. Ebenfalls zum Wohlfühlen sind ein Wellnessbad, eine Bibliothek, ein Kaminzimmer, Lese- und Fernsehräume sowie ein Friseur vorgesehen.

Die Senioren müssen sich noch etwas gedulden, bevor sie ihre "Wohnungen mit Service" oder Pflegeplätze beziehen können. Insgesamt stehen 148 Pflegeplätze, verteilt auf 132 Einzelzimmer, vier Partnerzimmer und vier Zwei-Zimmer-Appartements, zur Verfügung. Auch eine Tagespflege mit 20 Plätzen ist im Komplex eingeplant. Die K&S-Unternehmensgruppe mit Sitz in Sottrum bei Bremen investiert 25 Millionen Euro in den Neubau. Nach eigenen Angaben sei das Interesse an den Räumen sehr groß. Zur Eröffnung soll auch das Geheimnis um den Namen gelüftet werden. "Es wird ein lustiger Namen", mehr verrät Hauswald nicht.

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