Zwickauer Chefarzt: "Man sollte aufhören, Angst zu schüren"

Reinhold Müller, Chefarzt am HBK in Zwickau, über die Situation auf Station, ungeklärte Coronafragen und Hoffnung auf baldige Normalität

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Coronavirus: Unser Angebot zur Lage in Sachsen, Deutschland und der Welt

40Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    1
    harzruessler1911
    03.06.2020

    @Hinterfragt

    Dagegen kann man etwas unternehmen, einfach eine Übermittlungssperre bei der Gemeinde einreichen. Formulare dazu gibt's in der Gemeinde heut kann man es oft schon online über die Bürgersevicetools der Ämter machen.

  • 4
    0
    klapa
    03.06.2020

    Hinzukommt, dass die deutschen Geheimdienste bei der Abwehr digitale Angriffe, auf wen immer es auch sei in D, technisch offenbar hoffnungslos gegen ihre hochentwickleten Konkurrenten in aller Welt unterlegen sind. Es gibt nur Jammern und Klagen, wenn es passiert.

    Mangelhafte Digitalisierung auf Schulen beschränken zu wollen, ist ein verhänglnisvoller Irrtum.

    Man gewinnt als Interessent der Szene den Eindruck, dass wir technisch ganz einfach abgehängt sind.

  • 7
    0
    Hinterfragt
    03.06.2020

    Nun @klapa; die Kommunen bessern doch schon seit Jahren ihre Kassen auch durch den Verkauf von Meldedaten auf ...

  • 4
    1
    klapa
    03.06.2020

    Mit den datenschutzrechtlichen Standards in D habe ich meine Schwierigkeiten.

    Gerade der Handel mit gekauften Daten muss doch recht schwungvoll bei uns funktionieren, wenn ich davon ausgehe, von wem ich Mails bekomme. Da kommt in der Woche schon einiges zusammen.

    Die Zeiträume zwischen den Nachrichten, dass irgendwo wieder einmal tausende oder mehr Daten gehackt und der Öffentlichkeit zuänglich gemacht wurden, darunter sogar die von Politikern, werden immer kürzer.

    Oft kommen mir diese Standards vor wie das Mäntelchen, mit dem man schamhaft seine Blöße bedeckt.

    Wer steht eigentlich für die Sicherheit dieser Daten ein, die immer wieder deklamatorisch verkündet wird?

  • 6
    3
    RingsOfSaturn
    02.06.2020

    Tatsächlich war es wohl sogar so, dass Taiwan die WHO gewarnt hat, in der es aber wegen Druck aus China keine Stimme hat bzw. Kein Gehör findet.

    Die Taiwanesen hatten schon die Gelegenheit, Erfahrungen zu sammeln, mit der Sars-1 Epidemie und China. (was für uns keine Ausrede sein soll - es wäre möglich gewesen früher mehr zu machen, da bin ich ganz bei ihnen) Im folgenden Artikel ist am Anfang das Maßnahmenpaket in Taiwan zusammengefasst:
    https://www.boerse-online.de/nachrichten/fonds/das-wunder-von-taiwan-kein-anderes-industrieland-hat-die-pandemie-so-gut-verkraftet-die-chancen-1029159316

    Allerdings sind die genutzten Methoden für unsere datenschutzrechtlichen Standards ungeeignet, hier ein interessanter Artikel zu diesem Aspekt:
    https://www.nzz.ch/technologie/coronavirus-bekaempfung-privatsphaere-leidet-in-taiwan-ld.1556615

    Bei angeordneter Quarantäne muss man über das GPS seines smartphones ortbar sein, sonst steht die Polizei auf der Matte. Außerdem mehrmals am Tag kontroll- Anrufe vom Amt, ob man auch bei seinem smartphone ist - Das klingt für mich nicht gerade nach Freiheit und Grundrechten, die sie einfordern. Von daher wundere ich mich schon ein bisschen, dass sie gerade Taiwan als Beispiel nehmen. Im zweiten Artikel klingt auch mit an, dass die Taiwanesen aufgrund ihrer Erziehung wesentlich unkritischer gegenüber der Regierung sind, sonst würde das evtl. auch gar nicht funktionieren denke ich mir.

  • 7
    1
    klapa
    02.06.2020

    Ich verschließe mich nicht vor Ihren Argumenten, Rings, aber wir diskustieren ja nicht nach dem Prinzip, ich bin mit meiner Meinung zum Boss ins Büro gegangen und kam mit seiner wieder heraus.

    Wenn ich nach Taiwan schaue mit 443 Infizierten und 7 Toten (heute) bei knapp 24mio Einwohnern und engstem Personen- und Wirtschaftsaustausch zum großen Bruder, frage ich mich, wie das dort bewerkstelligt wurde.

    Manche sagen, Taiwan wäre durch den frühzeitigen Einsatz einer Tracing-App über das Ziel hinausgeschossen. Mag sein.

    Der Punkt für mich ist, sie haben nach der ersten Warnung der WHO Ende Dezember mit Abwehrmaßnahmen begonnen, weil sie den Infos aus China und Wuhan ein gesundes Misstrauen entgegengebracht haben.

    In D hat man 78 Tage lang geschlafen.

  • 7
    6
    RingsOfSaturn
    02.06.2020

    @klapa auch ich schätze eine sachliche Diskussion, Danke dafür.

    Ihr Plädoyer für Freiheit und Grundrechte finde ich nachvollziehbar und wichtig, auch ihre Kritik an Verfehlungen von Entscheidungsträgern ist berechtigt. Auch finde ich es wichtig, dass die Freiheitsrechte verteidigt und Maßnahmen reflektiert und ggf. In Frage gestellt werden.

    Wer das allerdings gemeinsam mit Attila Hoffmann, Ken Jebsen oder den Identitären Bill Gates zuschreibt, der hat für mich den Anspruch verspielt, in der Debatte Ernst genommen zu werden. Und das sage ich dann auch.

    Sie sagten "... ist für mich eine reine Vermutung, die durch nichts belegt werden kann. Theoretisch wäre alles möglich gewesen.", damit liegen sie in meinen Augen wirklich vollkommen falsch. Es gibt gegen das Virus keine Immunität und keine Impfung und wir waren im steilen Ast eines exponentiellen Anstiegs angekommen. Wenn man in eine Gruppe Säuglinge einen Masernfall gibt, ist auch klar was passiert. Es wäre sehr viel schlimmer geworden, man sieht das an der ganzen restlichen Welt und an dem Verlauf unserer Fallzahlen. Das ist einfach eine Tatsache.

    Unsere Reaktion darauf war allerdings nicht zwangsläufig. Man hätte erstmal weiter abwarten können. Dazu hätte man bewusst in Kauf nehmen müssen, dass es viele Opfer geben wird und wir haben uns dagegen entschieden. Der Preis dafür ist hoch, wirtschaftlich und privat, das ist auch klar. Allerdings muss man andernfalls auch bereit sein, Angehörige und Bekannte aus der Risikogruppe zu verlieren, denn das ist dann unausweichlich.

    Zu sagen: aber unsere Intensivstationen sind doch leer, ist doch gar nichts passiert, war doch alles übertrieben, das ist dann schon ein bisschen arg kurz gedacht. Wie Quatschkopf schon sagte, die meisten Länder schauen neidisch auf unsere Situation und fragen sich wie wir das gemacht haben.

    Nun kommt es darauf an, die Einschränkungen durch Nutzung der neusten (vielversprechenden) wissenschaftlichen Erkenntnisse so weit wie möglich zurückzunehmen und wieder in die von ihnen geforderte Richtung zu kommen. Es scheint nämlich vor allem auf Cluster-Ausbrüche anzukommen, (wie momentan häufig in den Nachrichten zu lesen) die in den Griff zu bekommen wird vermutlich der Schlüssel sein.

  • 7
    1
    klapa
    01.06.2020

    RingsOfSaturn, ich gebe meinen Dank für Ihre freundliche Einordnung zurück.

    Es ist exakt das, was ich auch hinsichtlich von Debattenkultur meine. Wir sind in diesem Punkt nicht einer Meinung, 'wenn wir den (relativ weichen) lockdown nicht gemacht hätten', ist für mich eine reine Vermutung, die durch nichts belegt werden kann. Theoretisch wäre alles möglich gewesen.

    Es wird doch wohl aber kaum einer von uns beiden auf die Idee kommen, den anderen auf Grund des Meinungsunterschieds als VT zu bezeichnen.

  • 10
    3
    klapa
    01.06.2020

    Immer mehr Verfassungsrechtler warnen davor, das Infektionsschutzgesetz über das Grundgesetz zu stellen.

    Notlagenmaßnahmen würde nicht die Außerkraftsetzung von Freiheitsrechten zugunsten eines Obrigkeits- und Überwachungsstaates rechtfertigen, meint der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier.

    Das Infektionsschutzgesetz sei dafür, auch auf Grund seiner unkonkreten Formulierung, keine Rechtsgrundlage

  • 5
    8
    RingsOfSaturn
    31.05.2020

    Danke klapa für ihren ehrlichen und sehr nachvollziehbaren Kommentar.

    Ich möchte nur zu "Der Lockdown mit all seinen unabsehbaren Konsequenzen war für mich eine überzogene Reaktion." noch anmerken:
    wenn wir den (relativ weichen) lockdown nicht gemacht hätten, wäre erst die Situation sehr viel schlimmer geworden, siehe Nachbarländer, und dann hätten wir ihn wohl trotzdem machen müssen - vermutlich aber deutlich strenger, siehe auch Nachbarländer.

    Wir haben damit unsere gute Ausgangssituation beibehalten. Jetzt müssen die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Infektionsgeschehen in die Gestaltung der Richtlinien einfließen (wie anscheinend in Japan erfolgreich umgesetzt) und dann schaffen wir es vielleicht ohne 2. Welle durch die Pandemie. Das würde bedeuten: kein erneuter lockdown und zurück zur Freiheit, die sie fordern. Sind doch eigentlich keine schlechten Aussichten im Moment.

  • 16
    10
    klapa
    31.05.2020

    Ohne Ironie, Sie haben sich sehr viel Mühe gemacht, Pixel. Und ich glaube, jetzt verstehe ich Sie auch besser.

    Ich bin als Ostdeutscher grundsätzlich der Meinung, dass die Freiheit kein Geschenk ist. Uns wurde sie nicht auf dem Tablett serviert, sie wurde ohne Bürgerkrieg und Blutopfer erkämpft. Das grenzt an ein Wunder.

    Deshalb reagiert ein großer Teil von uns vielleicht sensibler als in anderen Gegenden Deutschlands auf Grundrechtseinschränkungen, die auch wegen ungenauer veröffentlichtlichter Zahlen, Missachtung der Ergebnisse des Katatrophenplanspiels von 2012, verzögerter Reaktion der Regierung nach Auftreten der ersten Virusfälle, ungenügender wissenschaftlicher Erkenntnisse über die Gefährlichkeit des Virus, bedrohlicher Zahlen mit Millionen von Toten, die regierungsamtlich veröffentlicht wurden und Panik und Angst verbreiteten, weil sie teilweise auch ungenügend erläutert waren.

    Dazu kommt, dass ich in meinem Leben wesentlich Schlimmeres erfahren habe als diese Coronakrise. Erfahrung kreiert auch eine gewisse Gelassenheit, ohne jede Hektik, aber auch ohne jede Unvernunft mit schlimmen Dingen umzugehen.

    Der Lockdown mit all seinen unabsehbaren Konsequenzen war für mich eine überzogene Reaktion.

    Jeder von uns trägt m.E. die Verpflichtung in sich, wenn er Freiheit genießen will, dass er etwas dafür tun sollte, auf dass sie von niemandem, es sein denn aus einem triftigen Grund, Gefahr läuft eingeschränkt zu werden. D.h. für mich hinterfragen und selbst denken, wo immer es geht, einschließlich der Tatsache, dass man manchmal zu kurz denkt. Aber das soll ja anderen auch passieren.

    Wenn ich mit meinem Standpunkt anecken sollte, habe ich kein Problem damit, weil ich andere Meinungen auch zu akzeptieren habe. Demokratie ist eben ein beschwerlich Ding.

    Allerdings sehe ich auch, dass es für ein Resümee noch zu früh ist.

  • 18
    15
    quatschkopf
    31.05.2020

    Also wenn man sich nicht über die Bild-Zeitung und ähnliche Schmierblätter informiert gab es in Deutschland keinen Grund für Angst oder gar Panik und auch die Aussagen von Politiker*innen und Wissenschaftler*innen machten mir zu keinem Zeitpunkt Angst. Auch ist in meinen Umfeld niemand ängstlich gewesen. Deshalb kann ich auch die Überschrift diesen Artikels und damit die Aussage des Arztes nicht nachvollziehen. Man kann natürlich auch Warnungen und ernste Hinweise oder Mahnungen als Angstmache umdeuten. Je nach dem ob sie der eigenen Meinung entsprechen oder nicht.
    Machen sie Politiker*innen was heißt es "es ist völlig übertrieben..." Machen sie nichts heißt es "die lassen uns im Stich..." Wie man's macht macht man's verkehrt. Klar hätte man auch weniger oder mehr, später oder früher handeln können.
    /Ironieon
    Am besten das nächste mal setzen wir erst mal eine Volksabstimmung an dann können Gabi und Klaus ihr Schulwissen über Viren in die Wagschale werfen. "Hier da kammor doch Andibiodigaa gehm und baar Hirschhornglobulli. Das hat och bei Dande Ernas Hühnerauge geholfn!!!1!!111!!!"
    Das wird prima! /Ironieoff

  • 22
    9
    Pixelghost
    31.05.2020

    @klapa, also auch diesem Teil:

    „ Haben wir das Schlimmste überstanden?

    Ich hoffe das sehr.“

    Genau: Er ist Arzt und hofft.

    „Sicher, etwas Abstand ist sinnvoll, und die Masken werden uns in bestimmten Bereichen wohl ebenfalls noch etwas erhalten bleiben. Wichtig ist die Einhaltung der Basishygienemaßnahmen und hier besonders häufiges Händewaschen.“

    Es soll nämlich Leute geben, die sich um ihr Leben sorgen, weil sie massive Vorerkrankungen haben und darauf angewiesen sind, dass sie nicht von einem ignoranten Arsch oder dessen Kontaktpersonen angesteckt werden.

    Ach ja, die können ja zuhause bleiben. Die noch arbeitenden Ehefrauen auch?

    War das genug Mühe?

  • 2
    3
    klapa
    31.05.2020

    Man liest auch 2 - 14 Tage, mops.

  • 3
    4
    klapa
    31.05.2020

    Pixel, ordnen Sie diesen Beitrag bitte in meine anderem Beiträge ein, wenn Ihnen das keine Mühe macht. Dann sollten Sie eigentlich Bescheid wissen.

  • 7
    6
    Pixelghost
    31.05.2020

    @klapa, wie nennt man das?AUSFLÜCHTE!

  • 47
    5
    Einspruch
    31.05.2020

    Es liegt in der Natur der B* Zeitung, reißerische Schlagzeilen und Bilder zu produzieren. Zum kurzen Überfliegen , was gerade los ist um sich dann bei anderen Quellen noch tiefgründiger zu informieren, reicht es. Und, um den Grill mal eben schnell an zu zünden, geht sie auch.
    Der Herr Drosten scheint mir eher ein sachlich kühler abwägender Fachmann zu sein, dessen Äußerungen je nach Laune verzerrt wieder gegeben und aus dem Zusammenhang heraus gerissen unters Volk gebracht werden. Vielleicht wird er auch von Journalisten und Politikern mit fehlenden Hintergrundwissen absichtlich oder versehentlich falsch interpretiert.
    Angst hat auch nicht die Wissenschaft geschürt, die oft betont hatte, auch gerade eine steile Lernkurve zu durchleben, sondern die ununterbrochenen Liveticker mit irgendwoher gewonnenen Zahlen und unglaublichen Gefährdungen und was wäre wenn Szenarios. Es ist und bleibt ein Virus, nichts weiter. Allgemeine Hygiene und Abstandsregeln bei infektiösen Krankheiten scheinen nur manchen abhanden gekommen zu sein. Vorsicht ja, übertriebene Furcht nein. Dieses Jahr mal Urlaub zu Hause, weil ich keinen Bock habe irgendwo mit Mundschutz im Flieger zu sitzen und nicht zurück zu kommen. Na und. Im Garten wartet jede Menge Arbeit und in Deutschland gibt es genug zu sehen und zu unternehmen. Lächerlich finde ich die einsamen Mundschutzträger im Wald oder im Park oder auf dem Radweg. Wen oder was wollen die schützen? Ebenso lächerlich, Tests ohne Symptome. schon fünf Minuten nach dem Test könnte man theoretisch angesteckt werden und sich in falscher Sicherheit wiegen. Sinnlos also. Eine App, die warnt, ohne zu wissen, ob es wirklich Kontakt mit Ansteckung gab. Was ist das nächste? Eine App, die vor Schwulen und Krebskranken oder politischer Gesinnung warnt? Klar, so eine App ersetzt eigenes Denken und richtiges Verhalten.

  • 7
    11
    Interessierte
    31.05.2020

    Vielleicht auch interessant …….
    https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_87880944/coronavirus-wie-deutschland-die-vorsorge-der-covid-19-pandemie-verschlief.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

  • 3
    7
    klapa
    31.05.2020

    Aber ich stimme ihm weitgehend zu, wenn Sie das meinen.

  • 9
    10
    klapa
    31.05.2020

    Pixel, ich habe lediglich zitiert, ohne Wertung.

  • 36
    7
    JochenV
    31.05.2020

    Für mich bedürfen die Darlegungen des Herrn Chefarzt Dr.med. Reinhold Müller keiner Interpretation, ich sage Danke für die klaren Worte.

  • 9
    15
    Interessierte
    31.05.2020

    Schürt denn hier jemand Angst ?

    Und , das hatte ich auch schon gedacht , @ paral , 1. Beitrag :-)

  • 21
    30
    mops0106
    31.05.2020

    @HannesFlyIn: Wieso Überschrift in Bild-Manier? Die Überschrift trifft es doch genau. Es wurde und wird doch immer noch nur Angst geschürt von vielen Politikern und den ÖR? Der Artikel hebt sich wohltuend ab ohne zu bagatellisieren.
    Zur angewandten Angststrategie der Regierung ,gepusht von den ÖR, empfehle ich https://fragdenstaat.de/dokumente/4123-wie-wir-covid-19-unter-kontrolle-bekommen/.

  • 14
    12
    Pixelghost
    31.05.2020

    @klapa, und wovor „fliehen“ Sie gerade, erkenntnis-theoretisch?

  • 20
    19
    klapa
    31.05.2020

    Markus Gabriel, Leiter des Lehrstuhls für Erkenntnistheorie, Philosophie der Neuzeit und Gegenwart, stellt fest, dass Menschen aus ihrem Sicherheitsbedürfnis heraus vor der Virusgefahr fliehen und ohne größere Umstände ihre Freiheit dafür preisgeben.

    Andernfalls müssten sie Verantwortung für ihre Freiheit übernehmen. Eine Verantwortung, die sie dann allzu gern wegen ihres Wunsches nach Scherheit den Regierenden überlassen, ohne zu überlegen, ob diese sie missbrauchen könnten.

  • 31
    8
    HannesFlyIn
    31.05.2020

    Eine Frage an den Verfasser des obigen Artikels: Warum musste dieser sachliche Artikel mit einer solchen Headline in unsäglicher "Bild"-Manier versehen werden? Alles andere wurde in den vorherigen Kommentare schon gesagt...

  • 35
    9
    SvenBytomski
    31.05.2020

    #quatschkopf
    Danke, für den schönen Kommentar, dem ist nichts hinzuzufügen.
    Ja es gibt eben Leute die haben etwas getan, und die anderen vorm Fernsehen, die hätten etwas getan. Mir sind erstere lieber, und "hätte man" kann ich nicht mehr hören.

  • 43
    12
    quatschkopf
    31.05.2020

    Bitte? Sie haben also Herrn Drosten getroffen und seine Haare angefasst? Ich glaube nicht. Könnte auch ein Styling sein mit Gel, Haarwachs, oder was es da sonst noch so gibt. Ich hatte mal sowas da sahen die Haare aus als hätte man 3 Tage surfend an Strand verbracht, sogenannter Surferlook. Aber es ist natürlich viel einfacher zu sagen " Guck mal ein Wissenschaftler der so lange arbeitet und den Kopf voll mit seinem Fachchinesisch hat das er nicht mal zum Haarewaschen kommt. Was für ein unhygienischer Typ..."
    Ich verstehe dass schon, man geht ganz schnell vom schlechten aus. Das geht mir selbst auch oft so. Aber meistens liegt man damit falsch.
    Wer soll ihnen den glauben dass sich gerade ein Virologe nicht die Haare wäscht? Das Thema hat auch nichts mit seiner Expertise zu tun. Hören sie ihm einfach mal zu und versuchen sie zu verstehen.

  • 16
    43
    mops0106
    30.05.2020

    Es ging nicht um die Frisur, sondern um die stets fettigen ungewaschenen Haare. Weder @paral noch ich haben sich darüber lustig gemacht, sondern den Sachverhalt kritisiert.

  • 15
    39
    paral
    30.05.2020

    Guten Abend. Frisur? Über eine Frisur war nie die Rede. D.F. 1922

  • 26
    11
    RingsOfSaturn
    30.05.2020

    @Quatsch: ich hätte es nicht ganz so aufbrausend formuliert, aber ich gebe ihnen vollkommen recht!

  • 73
    14
    quatschkopf
    30.05.2020

    Wie erbärmlich sich über die Frisur eines Wissenschaftlers lustig zu machen. Anstatt froh zu sein dass einer der wenigen Experten im Bereich der Corona Viren hier in Deutschland forscht und sein Wissen mit jedem per Podcast teilt wird gepöbelt und sich lustig gemacht. Das ist sowas von armselig.
    Ich habe den Podcast die ganze Zeit gehört und nie hat es mir Angst gemacht. Ich wurde sachlich aufgeklärt und habe die Entwicklung des Forschungsstandes quasi live miterlebt. Das ist sehr interessant weil man eben auch miterlebt wie sich der Kenntnisstand entwickelt. Dabei ändern sich natürlich auch mit der Zeit die Fakten, oder besser gesagt sie wachsen und sich ganz langsam Ergebnisse heraus kristallisieren.
    Viele Medien tun aber so als wäre das Wissen von heute für immer festgeschrieben und wundern sich dann wenn Morgen der Wissenschaftler aufgrund neuer Erkenntnisse seine Meinung an die neue Lage anpasst.
    Der Arzt sagt nicht dass Maßnahmen nicht nötig waren. Die haben ja eben funktioniert und deshalb gab es keine Überlastung des Systems. Wie begriffsstutzig kann man sein um das nicht zu verstehen?
    Wie ignorant muss man sein um sich über die gute Situation in Deutschland aufzuregen?
    Andere Länder gucken interessiert und neidisch auf unsere Lage und hier wird gemeckert.

  • 71
    16
    RingsOfSaturn
    30.05.2020

    Was die Haare angeht: Geschmack ist Geschmackssache, sagte der Affe und biss in die Seife.

    Was die übrigen Ausführungen angeht, muss ich entschieden widersprechen. Unsere Maßnahmen waren keineswegs übertrieben. Nur deshalb ist der Kelch an uns vorbeigegangen, den die meisten anderen Nationen um uns trinken mussten, siehe Italien, Spanien, Frankreich, Russland, USA usw.

    Bezüglich Drosten und dem Theater mit der B*-Zeitung empfehle ich die letzten beiden Folgen seines podcasts, da geht er sehr ausführlich, vor allem auch inhaltlich, auf die Kritiken ein (die erstens von der Bild aus dem Zusammenhang gerissen wurden, zweitens akademischer Natur und damit konstruktiv waren und drittens bezogen auf einen preprint, d.h. Eine vorveröffentlichte und damit nicht begutachtete - d.h. Nicht fertige - Studie).

    Wer die B*-Zeitung als seriöse Quelle betrachtet und einen (glücklicherweise bei uns forschenden) weltweit führenden Experten nicht, den kann ich bei dieser Thematik einfach nicht ernst nehmen.

    Trotzdem traue ich ihnen so viel Vorstellungskraft zu, sich vorzustellen, dass ein Institutsleiter an einem Uniklinikum wirklich besseres zu tun hat, als sich mit billiger Schlagzeilenerzeugung der B*-Zeitung zu beschäftigen.

  • 33
    17
    KTreppil
    30.05.2020

    Ich finde es beachtenswert und erfreulich, dass unser Medium Freie Presse inzwischen derartige Artikel veröffentlicht und auch bei den täglichen Corona Statistiken transparenter mit den Zahlen arbeitet. Danke, das muss auch mal gesagt werden.
    Ob nun Herr Drosten zurecht, zu unrecht, angemessen oder unangemessen von manchen Medien "behandelt " wird, er hat sich den Medien in dieser Präsenz ja wohl freiwillig ausgesetzt. Er sollte intelligent genug sein, dass er diese Wirkung hätte abschätzen können. Nicht alle Virologen/ (Chef)Ärzte u.a. Experten waren/sind so omnipräsent und machen trotzdem ihre Arbeit.

  • 24
    42
    mops0106
    30.05.2020

    @Paral: Ich stimme mit Ihren Ausführungen überein. Und zum letzten Satz, die Haare betreffend. Die fettigen ungewaschenen Haare fand ich auch immer eklig, gerade für jemanden, der sich für Hygiene einsetzt.

  • 30
    24
    paral
    30.05.2020

    Guten Tag. Ich habe den Rat der sehr geschätzten @ Distel... befolgt und bin leider zu keinem anderen Ergebnis gekommen. D.F. 1527

  • 16
    34
    gelöschter Nutzer
    30.05.2020

    @paral: Schlussfolgern Sie neu.

  • 55
    21
    Pixelghost
    30.05.2020

    Es gab insbesondere ein Medium, welches zu Beginn der Epidemie nicht anders zu tun hat als Angst zu schüren und „wann wird endlich die Pandemie ausgerufen“ zu fordern - um Kasse zu machen.

    Dann drehte sich das Ganze und es wurde nicht aufgehört Lockerungen „wann können wir wieder raus“ (obwohl hier in D immer jeder raus konnte, außer positiv getestete!) zu fordern, obwohl die Kenntnisse über das Virus heute noch sehr unklar sind.

    Hygiene, Abstand und die Maske RICHTIG tragen helfen jedem, der das Risiko hat bei einer Infektion schwer zu erkranken oder sogar zu sterben.

    So viel Respekt und Anstand darf doch jeder erwarten, oder?

  • 39
    60
    paral
    30.05.2020

    Guten Tag. Wer, wenn nicht der Chefarzt einer renommierten Klinik und im täglichen Einsatz bewährt, kann die Lage treffend beschreiben? Hier im Interview wurde eigentlich alles treffend ausgeführt, frei von Geschwurbel, Phrasen und politischem Neusprech. Daraus ableitend schlußfolgere ich für mich, alles wurde sehr übertrieben dargestellt, auch sind sehr viele Maßnahmen eigentlich unnötig. Selbstverständlich werde ich meine Mitmenschen nicht anniesen und wenn sie es wünschen, nur mit Maske ansprechen. Die Krise wurde verschärft und angeheizt durch allerlei Experten, durch die Medien nochmal sensationslüstern aufgebauscht. Der Verstand ist abhanden gekommen durch Lobbyismus und Obrigkeitshörigkeit. Der Herr Drosten ist ja inzwischen auch etwas entzaubert. Er hat ja was besseres zu tun, als sich zu kritisieren lassen, wie er kundtat. Was wird es sein? Kamm, Schere und Shampoo? Fragen über Fragen! D.F. 1131

  • 48
    25
    klapa
    30.05.2020

    Ausgehend von dieser Überschrift darf der Leser also feststellen, dass bisher nicht nur mit ausschließlich rationalen Mitteln versucht wurde, die Pandemie wirksam zu bekämpfen.

    Auch das Schüren purer Angst, unterstützt durch ein Bombardement von Zahlen und möglichen Millionen Toten durch beratende Mediziner, war kalkuliert und galt dafür als probates Mittel.

    Beruhigend der gelassene und positive, aber nicht bagatellisierende Ausblick des Chefarztes auf die Zukunft, besonders die 'zweite Welle' betreffend.