Borbergturm bleibt weiter eingerüstet

Die Sanierung des Bauwerkes fällt umfangreicher aus als geplant. Dafür muss die Stadt Kirchberg mehr Geld locker machen.

Kirchberg.

Die Arbeiten am Borbergturm ziehen sich länger hin als geplant. Hintergrund ist, dass notwendige Sanierungsmaßnahmen an dem markanten Bauwerk umfangreicher ausfallen. Das betrifft vor allem das Verfugen der Natursteine, aus denen der Turm einst errichtet wurde. "Geplant war, die Fugen nur auszubessern. Das Fugenmaterial erwies sich bei genauerem Hinsehen an vielen Stellen als zu verwittert und brüchig, um den Erfolg der Sanierung langfristig zu garantieren", sagte Kirchbergs Bürgermeisterin Dorothee Obst (Freie Wähler). Nach der Besichtigung und Beratung im Technischen Ausschuss wurde im Stadtrat entschieden, das Bauwerk mittels Sandstrahlung von losen Partikeln zu befreien. Erst im Anschluss erfolgt die Neuverfugung des Turmes.

Allerdings sprengen die Arbeiten den finanziellen Rahmen von rund 12.100 Euro, die einst als Spende für eine Erhöhung des Borbergturms zusammengekommen waren. Da diese Pläne aber nicht genehmigt wurden, floss das Geld jetzt in die dringend erforderliche Sanierung des Aussichtsturmes. Den Mehraufwand in Höhe von etwa 5400 Euro schießt die Stadt aus ihrer Liquiditätsrücklage zu. Damit wird nicht nur die aufwendigere Verfugung beglichen. Auch die Kosten für eine längere Gerüststandzeit und die Verbesserung der Blitzschutzanlage sind in diesem Betrag enthalten.

Der Turm, der sich auf dem Plateau neben dem Anton-Günther-Haus erhebt, wurde 1882 von Baumeister Theodor Dalbazzi errichtet. Bereits im Folgejahr stattete König Albert von Sachsen dem Bauwerk einen Besuch ab. Auf dieses Ereignis geht die Bezeichnung "König-Albert-Turm" zurück. Bei dem Turm handelt es sich aber nicht mehr um das Original. Der wurde 1945 durch eine Panzergranate zerstört. In den 1950er-Jahren entstand ein Neubau. 1986 musste der Turm aufgrund seiner marode gewordenen Treppe gesperrt werden. Nach der Sanierung kann er seit 2006 wieder bestiegen werden. Wer die 53 Stufen erklommen hat, dem bietet sich ein Blick, bis ins Erzgebirge und das Vogtland.

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