Während Kalkung ist Wald gesperrt

Forstbezirk: Durch herabfallende Klumpen besteht Lebensgefahr. Besucher sollen in dieser Zeit auf andere Gebiete ausweichen.

Marienberg.

Wenn ab dem 2. September Waldflächen im Gebiet zwischen Nennigmühle, Voigtsdorf, Mulda und Niedersaida aus der Luft gekalkt werden, ist das Betreten der Areale verboten. Darauf macht der Forstbezirk Marienberg aufmerksam. Die Sperrung erfolgt demnach mit Warnschildern, die die Aufschrift "Bodenschutzkalkung - Waldgebiet vorübergehend gesperrt!" tragen, sowie mit rot-weißem Flatterband. Durch herabfallende Kalkklumpen oder versehentlich enthaltene Steine besteht Lebensgefahr. Die Waldbesucher werden gebeten, auf andere Waldgebiete auszuweichen.

Wenn das Streuwerk unter dem in der Luft stehenden Helikopter gefüllt wird, kommt es zu extremer Staub- und Lärmentwicklung, heißt es weiter. Der Forstbezirk rät daher Waldbesuchern dringend, sich bei Interesse an dem Vorgang in einem ausreichenden Abstand zu den Lagerplätzen aufzuhalten und hinter den Absperrungen zu bleiben. Mit einem Fernglas können die Geschehnisse meist dennoch gut beobachtet werden.


Nach der Kalkung werden die Sperrungen entfernt. Die Waldflächen sind dann wieder freigegeben; gereinigte Pilze und Beeren können bedenkenlos verzehrt werden, so der Forstbezirk. Die betroffenen Waldgebiete werden voraussichtlich am 10. Oktober wieder uneingeschränkt begehbar sein. "Der zeitliche Ablauf der Kalkung kann sich aber durch ungünstige Witterung oder technische Defekte erheblich verzögern", heißt es weiter.

Ausgebracht werden drei Tonnen Kalk je Hektar Waldfläche. Damit sollen saure Stoffeinträge neutralisiert, die Schwermetallbindung des Bodens verbessert und unterbrochene Nährstoffkreisläufe wieder in Gang gebracht werden. Insgesamt werden 550 Hektar Landeswald sowie 620 Hektar Privat- und Körperschaftswald gekalkt. Privaten und kommunalen Waldbesitzern entstehen dabei keine Kosten, so der Forstbezirk. Die Kalkung wird aus Mitteln der Europäischen Union und des Freistaates Sachsen finanziert.

Die Kalkung von ausgewählten Waldflächen erfolgt derzeit in einem zeitlichen Abstand von mindestens zehn Jahren. "Bei der Auswahl werden unter anderem naturschutz- und wasserrechtliche Belange berücksichtigt. Flächen mit einem bestimmten Naturschutzcharakter, sehr feuchte Standorte, Waldwiesen, große Wasserflächen oder starke Hanglagen werden beispielsweise von der Kalkung ausgeschlossen", teilt der Forstbezirk zudem mit. (bz)

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