Ein Leben auf Pump

5Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    3
    Nixnuzz
    29.07.2019

    Ich bin mal was blauäugig und glaube das, was man zu China und ihrer Umweltpolitik veröffentlicht : "Die Zäsur erfolgte Ende 2015 bei der Weltklimakonferenz in Paris. Dort ließ sich China erstmals auf ein verbindliches Ziel ein und versprach, den CO2-Ausstoß spätestens ab 2030 zu senken.
    Mittlerweile hat sich die chinesische Regierung noch sehr viel ehrgeizigere Ziele gesteckt. Sie will die Kohleemissionen bereits bis 2020 um ein Fünftel senken. Die verarbeitende Industrie wurde angewiesen, binnen zehn Jahren ihren CO2-Ausstoß um 40 Prozent zu reduzieren. Um Unternehmen ökonomische Reize für eine Energiewende zu bieten, hat China zudem einen CO2-Emissionshandel aufgesetzt, der seit vergangenem Jahr landesweit gilt. Wer in China CO2 ausstößt, muss seitdem dafür zahlen. ..Gleichzeitig soll die Energieproduktion durch Sonnenenergie bis 2020 um ein Fünftel erhöht werden. Den zunächst geplanten Bau von mehr als 100 neuen Kohlekraftwerken hat die Regierung inzwischen aufgegeben. Stattdessen will sie in den nächsten Jahren umgerechnet mindestens 320 Milliarden Euro in Ökoenergieprojekte stecken...Beim Umstieg auf erneuerbare Energien ist China heute schon führend. Die Volksrepublik erzeugt ein Fünftel ihres Stroms aus regenerativen Quellen. In den USA sind es – zum Vergleich – nur 13 Prozent. ((https://www.zeit.de/wirtschaft/2017-10/klimaschutz-klimawandel-china-regierung-smog-emissionen/komplettansicht ))
    Die geringen Volllaststunden der Wasserkraft und die gestiegenen Volllaststunden der thermischen Kraftwerke erhöhten die Erzeugung aus fossilen thermischen Kraftwerken, insbesondere Kohle und Gas auf über 4600 TWh, .. Trotz des starken Zubaus der Erneuerbaren hat sich deren Anteil an der Stromerzeugung nur unwesentlich gegenüber 2016 geändert. In 2016 lag der Anteil von erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung bei 25 Prozent. Für 2017 hat der Anstieg des Bruttostromverbrauchs die Zuwächse der Erzeugung aus Wind und PV beinahe überdeckt. Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung lag in 2017 bei 26 Prozent...So installierte das Land letztes Jahr 53 GW an Photovoltaikleistung. Dies entspricht einem Wachstum von knapp 70 Prozent und ist knapp 20 Prozent mehr als bisher im Laufe der Energiewende in Deutschland installiert wurde. (( https://blog.energybrainpool.com/chinas-stromsystem-in-2017-rekord-pv-zubau/ ))
    Ok - es ist leicht , hiesige Erdnüsse gegen Chinas Kokosnüsse zu setzen und dann auf die Kokosnüsse zu verweisen. Aber ob wir hier diese Mammutaufgabe genauso konsequent wie China angehen?? Interessant wäre allerdings, ob unser Kohle-Gas-Kraftwerksbauer in China an der Energie-Umwelt-Schraube bei Wirkungsgrad und CO2-Begrenzung mitdrehen und damit know-how dorthin besser vermarkten als hier??

  • 10
    1
    Malleo
    29.07.2019

    In China stoßen in 3 Wochen die Autos soviel CO2 aus wie alle Autos in der EU in einem Jahr!
    Heißt, die Grünen sollten mal in China ihre Luxusprobleme vortragen.
    Frau Baerbock kann dann zudem mal beobachten wie " Kobold" gefördert wird.

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    Interessierte
    29.07.2019

    Ich bin immer wieder neu überrascht , wie uns die Westler immer und immer wieder aufklären und belehren wollen , obwohl wir ´das alles` selber wissen ….
    Vielleicht sollte man mal die West-/Politiker aufklären …
    Eine Kollegin des Herrn Linder z.B. - fährt 2x mit Schiff und 5x mit Flug zur Arbeit nach Berlin , woher auch immer die kommt …

    Heute - ist der Tag der Erdüberlastung
    Und kürzlich war der Tag , an dem man nun erst für sich selbst arbeitet ……..

  • 2
    1
    saxon1965
    29.07.2019

    @ KatharinaWeyandt: Prinzipiell haben sie mit ihren Standpunkten Recht. Leider fehlen für manche Dinge jedoch die entsprechenden Rahmenbedingungen. So muss es einen besserer ÖNV geben, der die Nutzung selbigen auch attraktiv macht, gleichzeitig sollten auch der Güterfernverkehr konsequent auf die Schiene.
    Und eigentlich muss es ein Umdenken von immer mehr Wachstum und Profit, zu mehr Nachhaltigkeit und Lebensqualität (sauberes Wasser, gesunde Luft und Lebensmittel) geben.
    Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis man aus lauter Mangel an Ressourcen, wieder nachhaltige Produkte produziert, wie zum Teil schon in der DDR war.
    Alles auf den CO2-Ausstoß zu reduzieren ist in meinen Augen Ablenkung. Hier diskutieren wir über Aufforstung von Wäldern, während täglich tausende von Hektar Regenwald abgeholzt werden. Es geht also nicht um den privaten PKW, den der Staat ja so gern als Steuereinnahmequelle nutzt, sondern es geht um Profite einzelner Menschen. Es darf nicht länger darum gehen, was Einzelnen nützt (Profit), es muss darum gehen, was dem Gemeinwohl nützlich ist!

  • 2
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    KatharinaWeyandt
    29.07.2019

    Der Mensch kann viel machen, ohne dass die Lebensqualität leidet. Nur braucht es ein bisschen Umgewöhnung, eine andere Perspektive.
    Die Klimaanlage ist meistens eher störend, der Wechsel zwischen heiß und kalt macht krank. Fenster auf, luftige Kleidung, Aktivitäten eher abends als am frühen Nachmittag planen, dann können wir die Anlage denen überlassen, die sie brauchen.
    Billigfleisch: die massenhafte Verabreichung von Antibiotika in den Ställen trägt dazu bei, dass bei Menschen Antibiotika nicht mehr wirken.
    Auto fahren: ja, zur Arbeit, wenn es nicht anders geht, mit kleinen Kindern, Alten. Aber sonst gibt es viele Alternativen, die viel angenehmer sind.



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