Peinliches Aus

Zum Abschneiden der Basketball-Nationalmannschaft bei der WM

Das große Selbstvertrauen und die damit verbundenen Ambitionen der deutschen Basketballer waren begründet. Auch nach dem peinlichen Ausscheiden steht fest: Keine DBB-Auswahl war in der Breite jemals so gut besetzt wie dieser WM-Kader. Ganz offensichtlich galt das aber nur auf dem Papier. Auf dem Parkett war davon wenig zu sehen. Lethargisch und leidenschaftslos trat das Team auf. Bei der Pleite gegen die Dominikanische Republik wartete man vergeblich auf eine Initialzündung oder einen Plan, der dem Spiel gegen den kämpfenden, aber limitierten Außenseiter eine Wende gibt.

Wenn nicht nur der Star Dennis Schröder, sondern auch die anderen NBA-Profis sowie die besten Deutschen aus den europäischen Topligen weit unter ihren Möglichkeiten bleiben, müssen sich der Bundestrainer Henrik Rödl und die anderen Verantwortlichen des DBB hinterfragen. Hatte Schröder zu viele Freiheiten? Fehlt ein emotionaler Anführer im Team oder auf der Bank, der neben dem sachlichen Bundestrainer das Team aufweckt und bis an die Grenzen pusht? War die eigene Erwartungshaltung zu hoch? Das WM-Aus sieht auf den ersten Blick aus wie ein Totalschaden - auf den zweiten ist es das nicht. Dieses talentierte Team ist jung. Stellen sich die Verantwortlichen die richtigen Fragen und finden sie die passenden Antworten, kann diese Generation dem deutschen Basketball künftig Erfolge bescheren.

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