Späte Gerechtigkeit

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1414 Kommentare
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  • 4
    0
    Malleo
    29.04.2021

    SR
    Sie hätten Psychologe werden sollen, Fachgebiet Ferndiagnose.
    Angst sicher nicht, ich nenne es Prävention und dem Folgen von Empfehlungen.
    Komisch, überall dort, wo es Problemviertel gibt, hat das etwas mit Menschen zu tun, die, wie in den USA über Generationen abgehängt leben, in Frankreich(Banlieues) etwas mit dem kolonialen Erbe zutun haben oder hotspots der über Jahre andauernden Einwanderung von Wirtschaftsmigranten in Stadtviertel deutscher Städte.
    Wenn man diese Regionen nicht meiden kann, ist Vorsicht geboten.
    Ist das schon Geringschätzung oder Ablehnung von Ausländern?
    Bei Autofahrten durch bestimmte Berliner Stadtbezirke sind die Türen verriegelt. Warum wohl?
    Ausnahmslos positive Erfahrungen habe ich in Skandinavien und China machen können.
    Sie werden mir aber sicher nachvollziehbar erklären, welche Vorteile sich für Einheimische ergeben, wenn die ethnischen Strukturen der Bevölkerung von Stadtviertel die Zusammensetzung der UN abbilden?
    Ich höre.

  • 3
    4
    SteveRodgers
    29.04.2021

    Allein die Geschichte, dass Sie die Straßenseite wechseln mussten weil Ihnen People of colour entgegenkamen, ist doch eine von Vorurteilen und Angst geprägte Geschichte. Denken Sie der Straßenwechsel hätte echte Kriminelle davon abgehalten Ihnen Leid zuzufügen?
    Das allein zeigt, wie gering Ihre Akzeptant und Tolerant ist und dass Sie in solchen Diskussionen lieber nicht argumentieren sollten, da Sie von Angst vor Ausländern getrieben sind.

  • 3
    4
    Malleo
    28.04.2021

    SR
    2. Für Menschen, wie Malleo ist es definitiv nicht selbstverständlich. Oder wollen wir alte Kommentare zur Flüchtlingspolitik aufgreifen?
    Da bin ich aber gespannt, Herr Rogers, legen Sie los!
    „Meine Identität ist klar deutsch“, eine Ansage der Autorin Zana Ramadani, die ich gern unterschreibe, weil ich davon überzeugt bin, dass Migration ein Vehikel ist, mit der dysfunktionale Gesellschaften ihre Probleme durch Auswanderung auf andere Gesellschaften ableiten.
    Sind solche Einschätzungen für Sie schon (rechts) radikal?
    Ich habe meine eigenen Erfahrungen und Sichtweisen immer wieder auf den Prüfstand gestellt, um Voreingenommenheit zu vermeiden.
    Bislang musste ich mich nicht korrigieren.
    Gern gebe ich Ihnen bei Bedarf Ein- und Ansichten von A. Schweitzer und Charles de Gaulle zur Kenntnis.
    Beide stehen sicher nicht in Verdacht, rassistisch zu denken.
    Es sei denn, Sie legen das fest.

  • 1
    1
    OlafF
    28.04.2021

    Meine eigene Ausstiegshilfe aus der eigenen Bubble:

    Politisches Denken ist repräsentativ in dem Sinne, daß das Denken anderer immer mit präsent ist. Eine Meinung bilde ich mir,
    indem ich eine bestimmte Sache von verschiedenen Gesichtspunkten aus betrachte, indem ich mir die Standpunkte der Abwesenden vergegenwärtige und sie so mit repräsentiere. Dieser Vergegenwärtigungsprozeß akzeptiert nicht blind bestimmte, mir bekannte, von anderen vertretene Ansichten. Es handelt sich hier weder um Einfühlung noch darum, mit Hilfe der Vorstellungskraft irgendeine
    Majorität zu ermitteln und sich ihr dann anzuschließen. Vielmehr gilt es, mit Hilfe der Einbildungskraft, aber ohne die eigene Identität aufzugeben, einen Standort in der Welt einzunehmen, der nicht der meinige ist, und mir nun von diesem Standort aus eine eigene Meinung zu bilden.

  • 3
    1
    OlafF
    28.04.2021

    Je mehr solcher Standorte ich in meinen
    eigenen Überlegungen in Rechnung stellen kann, und je besser ich mir vorstellen kann, was ich denken und fühlen würde, wenn ich an der Stelle derer wäre, die dort stehen, desto besser ausgebildet ist dieses Vermögen der Einsicht.

    Hannah Arendt (aus Wahrheit und Lüge in der Politik)

  • 2
    1
    Nixnuzz
    28.04.2021

    Ein bisschen geht mir der eigentliche mechanische Ablauf aus dem Blickfeld. Wieso hat es ein halbes Dutzend Police-Officers es nicht geschafft, G.Floyd korrekt festzunehmen und abzutransportieren? Wieviel persönliche "Abneigung" gegen ein "kriminelles Black People" wurde hier ausgelebt? Wieso ließen es mind. 4 Officers zu, das ihr Kollege diese Zeit zu der Massnahme hatte? Bei aller liebenswerten Statistikauswertungen - bei ca. 1000 "Polizei-Abschuss-Opfern" pro Jahr mit sozialstruktur-abhängigem Umfeld und "White-Power"-Überheblichkeits-Denken und Handeln, ist der Sammelbegriff " Black life matters" wohl für alle Menschen gültig.

  • 1
    5
    SteveRodgers
    28.04.2021

    Es geht bei dieser Diskussion darum, Kritik an rechten oder sehr konservativen politischen Positionen zu stigmatisieren.
    1. Jeder selbst entscheidet, was er liest und wie er es beurteilt. Jeder lebt nun mal auch in seiner eigenen Bubble. Dennoch sollte man jede Form von Rassismus einfach verurteilen.
    2. Für Menschen, wie Malleo ist es definitiv nicht selbstverständlich. Oder wollen wir alte Kommentare zur Flüchtlingspolitik aufgreifen?
    3. Sicherlich rührt Rassismus aus vielen Problemen herbei. Unbestritten. Dennoch darf man auch gern den Ursprung betrachten. Denn genau darum geht es BLM. ALM würde doch nur wieder alle gleichsetzen.
    4. Tut es auf keinen Fall. Dennoch ist es dadurch eben nicht medienwirksam.
    5. Die inhaltliche Nachvollziehbarkeit von FraKostner, die Malleo sehr getreu zitiert, ist absolut nicht fundiert und trägt recht Tendenzen. Dafür ist Frau Kostner ja bekannt.

  • 4
    2
    Malleo
    27.04.2021

    OlafF
    Dank für den sachlichen Beitrag.
    SR
    Ich wusste nicht, dass sich Definitionen per se jedes Jahr ändern?
    Weshalb greift www.humanright.ch/ de aus 2015 darauf zurück?
    Sie ordnen die „welt“ also außermittig ein und wer dieses Medium liest ist rechts?
    Dass diese Schlussfolgerung jeglicher Logik entbehrt, wissen Sie?
    Ich finde immer die Weltanschauungen von Menschen gefährlich, die sich die Welt noch nie angeschaut haben.
    Sie zählen offensichtlich dazu.
    Ja, in den USA, Bosten gab es Situationen, wo ich mehrmals die Straßenseiten wechseln musste, weil POC Jugendliche gezielt und nicht einladend auf mich zuliefen.
    Deshalb für Sie noch einmal: Erfahrungen verändern Maßstäbe.
    Abschließend zur Einordnung rechts.
    Das ist genau jene abgegriffene Pauschalisierung wie die These der Schauspielprofessorin Geipel, „dass im toxisch brauen Osten die Menschen den Hitler in sich konserviert haben.“

  • 4
    1
    OlafF
    27.04.2021

    SR entschuldigen Sie bitte, aber Sie haben meine Neugierde geweckt. Bitte je eine Frage?

    1.Wer entscheidet darüber das Richtige oder Falsche zu lesen ? Was richtig ist bestimmte diejenige, welche die Deutungshoheit über richtig und falsch besitzt? Richtig?
    2.Muss man einige Dinge extra betonen, obwohl diese für die allermeisten heutzutage selbstverständlich sind, um bewusst ihre Selbstverständlichkeit zu verhindern?
    3.Wenn man schon Vergleiche ziehen muss, ist man dann nicht auch gezwungen der Vollständigkeit halber die Kriminalitätsstatistik mit einzubeziehen?
    Setzt das dann verbindlich voraus, sich nicht oberflächlich , sondern mit sozialen Ursachen z. B. Bildungsgerechtigkeit auseinanderzusetzen?
    4. Erscheint das, was nicht gefilmt wurde weniger schlimm, denn es liefert weniger Emotionen an unsere Erwartungshaltung?
    5. Kommt es bei einer Quelle nicht eher auf die inhaltliche Nachvollziehbarkeit an, als auf die Herkunft an? Ist das nicht sachlich selbst rassistisch?

  • 2
    6
    SteveRodgers
    27.04.2021

    Wenn man natürlich Definitionen aus dem Jahr 1987 heranzieht, ist das schon sehr fragwürdig.

    Rassismus: (meist ideologischen Charakter tragende, zur Rechtfertigung von Rassendiskriminierung, Kolonialismus o. Ä. entwickelte) Lehre, Theorie, nach der Menschen bzw. Bevölkerungsgruppen mit bestimmten biologischen Merkmalen hinsichtlich ihrer kulturellen Leistungsfähigkeit anderen von Natur aus über- bzw. unterlegen sein sollen.

    Ich verstehe leider nicht so ganz, wo Ihr Problem liegt? Ihre Statistik zeigt doch, dass Sie nicht Recht hatten.
    Wurden Sie bei Ihrem Besuch in den USA bedroht?

    Ja ich würde Sie schon eher ins rechte Spektrum einordnen. Jeder der Rassismus verharmlost oder in sogar in Frage stellt, läuft blind durchs Leben. Tut mir leid das so sagen zu müssen.

  • 4
    3
    Malleo
    26.04.2021

    zu 1
    Eine allgemein akzeptierte Definition von Rassismus gibt es nicht.
    Mir sagt am besten zu:
    „Der Rassismus ist die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden des Opfers“ (A. Memmi 1987).
    ABER: Wenn es keine Rassen mehr gibt, sollte es auch keinen Rassismus geben, oder?
    zu 2
    BLM ja, ALM nein, steht nach wie vor!
    zu 3
    2015: Es wurden 35 Schwarze je 1 Mio. Einwohner von Polizei getötet, 26 Hispaniens je 1 Mio. und 14 Weiße je 1 Mio.
    Die Polizei hat gewisse Erfahrungen gemacht, so kommt es zu „stop and fisk“!
    Von Prof. Carsten: Jeder 13 Afroamerikaner sitzt im Knast aber nur jeder 83. Weiße, bei 13% Anteil Schwarzer an Gesamtbevölkerung!
    Bei Besuchen in den USA warnten mich Bekannte, als Weißer bestimmte Stadtviertel zu meiden.
    Woran mag das wohl liegen?
    Dass es auch anders geht, zeigt Harris.
    zu 4
    Zählt nicht?
    zu 5
    Sie legen fest, was Mitte ist? Arrogant, oder?

  • 2
    7
    SteveRodgers
    26.04.2021

    @malleo

    1. Sie sollten eventuell mal Literatur bezüglich Rassismus lesen bevor sie dessen Definition auf den Slogan einer antirassistischen Organisation anwenden.

    2. Nein schwarze Leben zählen nicht mehr. Aber eben auch nicht weniger.

    3.Die Zahlen der Studie müssen Sie in Zusammenhang zur Bevölkerungsanzahl setzen. Und schon stimmt ihre Aussage nicht mehr.

    4.Der Fall Timpa wurde registriert jedoch nicht gefilmt.

    5. Artikel von welt.de zu zitieren oder auf sie zu verweisen, wirkt nicht sonderlich mittig orientiert.

  • 13
    5
    Malleo
    23.04.2021

    Klapa, ich wage es.
    Die Bewegung BLM prangert Rassismus an. Der Slogan ist perfekt, weil man eigentlich nichts dagegen sagen kann?
    Wird thematisiert, dass diese Bewegung sich nicht der Aussage anschließt: „All Lives Matter“ und sogar als rassistisch brandmarkt?
    Heißt das etwa schwarze Leben zählen mehr?
    Wird thematisiert, dass in einer Studie vom afroamerikanischen Harvard Ökonom G. Fryer Rassismus und Polizeigewalt untersucht wurde?
    Ergebnis: Weiße sind von tödlicher Polizeigewalt häufiger betroffen als Schwarze.
    Noch ein kleiner Hinweis.
    Vor 4 Jahren kam der Weiße T. Timpa in Dallas bei einem Polizeieinsatz ähnlich wie Floyd ums Leben.
    Wurde das zur Kenntnis genommen? Nein, er war weiß und so ließ sich kein politisches Kapital daraus schlagen.
    Herr Doemens- auch späte Erkenntnis?
    https://www.welt.de/politik/ausland/article218977990/Politische-Korrektheit-Es-geht-darum-der-Gesellschaft-ein-identitaeres-Weltbild-aufzuzwingen.html

  • 9
    9
    klapa
    22.04.2021

    Das ist Ihre Meinung zum Fall George Floyd, Herr Doemens, akzeptiert.

    Können Sie sich vorstellen, dass es auch andere gibt, die nicht in den Genuss kommen, veröffentlicht zu werden, weil sie außerhalb des geltenden Meinungskorridors liegen? Ich spreche da durchaus aus eigener Erfahrung.

    Deshalb lasse ich es hiermit bewenden.