Kreis-SPD stellt Raatz zur Wahl auf

Freibergerin erneut für Bundestag vorgeschlagen

Freiberg.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Simone Raatz (Foto) ist auf der Kreiswahlkonferenz ihrer Partei am Sonntag abermals als Kandidatin des Wahlkreises 161 für die Bundestagswahl 2017 nominiert worden. Die Freibergerin erhielt von 26 Anwesenden 25 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung, was einer Zustimmung von 96,1 Prozent entspricht.

Etwa 50 Genossen waren zu der Wahlkonferenz im Freiberger Brauhof erwartet worden; lediglich die Hälfte davon erschien. Es gab keinen Gegenkandidaten. Raatz, die seit 2013 dem Bundestag angehört und im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung tätig ist, bilanzierte in einer Rede ihre bisherige Arbeit.

So habe sie federführend am Wissenschaftszeitvertragsgesetz mitgearbeitet und den Pakt für wissenschaftlichen Nachwuchs mit auf den Weg gebracht. Sozialdemokratische Projekte, wie etwa der Mindestlohn, würden aber von den Bürgern nicht als solche wahrgenommen, gab die studierte Chemikerin zu: "Da hat auch das Thema Asyl viel überstrahlt." Bezogen auf Sachsen sagte sie: "Wir werden zeigen, dass es hier anders ist, und müssen den Parolen Paroli bieten." Kritik übte Raatz an islamkritischen Äußerungen ihrer CDU-Parlamentskollegin im Landkreis, Veronika Bellmann. Im Wahlkampf wolle sie aber vor allem die Bildung zu ihrem Thema machen, erklärte Raatz. Der nächste Schritt auf dem Weg zu einem eventuellen Wiedereinzug in den Bundestag wird die Landeswahlkonferenz der SPD am 11. März 2017 sein, bei der über die Landeswahlliste abgestimmt wird. (wjo)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...