Mutmaßlichen Dieben auf der Spur

Ermittler legen Bande weitere Taten zur Last

Halsbrücke.

Ermittlungen gegen eine mutmaßliche Diebesbande haben weitere Taten ans Licht gebracht. Das hat die Polizeidirektion Chemnitz am Montag im Zusammenhang mit Festnahmen vom Jahresanfang nach einem Buntmetalldiebstahl in einer Metallverarbeitungsfirma in der Erzstraße in Halsbrücke gemeldet: Nach einem Zeugenhinweis hatten Streifenpolizisten am 17. Februar vier Männer von 23, 30 und 36 Jahren auf frischer Tat gestellt. Das Quartett hatte eine Halle der Firma aufgebrochen und Metallrohlinge im Wert von gut 13.000 Euro in einen Transporter verladen. Ein Ermittlungsrichter hatte am Folgetag gegen die beiden 23-Jährigen Haftbefehle erlassen. Gegen die älteren Tatverdächtigen lagen hingegen keine Haftgründe vor. Sie wurden unter Auflagen entlassen.

Bei den Ermittlungen der Kriminalisten des Reviers Freiberg drängte sich nun der Verdacht auf, dass die Tatverdächtigen als organisierte Bande für weitere gleich gelagerte Buntmetalldiebstähle verantwortlich waren. "In enger Zusammenarbeit mit Kollegen des Polizeipräsidiums Berlin und der hiesigen Kriminalpolizeiinspektion gelang es, unter anderem Bewegungsprofile der Tatverdächtigen zu rekonstruieren und gesicherte Spuren auf Parallelen abzugleichen", so Polizei-Sprecher Andrzej Rydzik. So dürften die vier Tatverdächtigen mit zwei weiteren, der Bande angehörenden Männern (35, 38) auch für den Diebstahl von mehreren Tonnen Kupfer-Clippings im Wert von rund 15.000 Euro am 9. Februar aus der Halsbrücker Metallverarbeitungsfirma und mehreren Tonnen Messing im Wert von rund 16.000 Euro am 12.Februar aus einem Döbelner Metallverarbeitungsbetrieb an der Daniel-Wilhelm-Beck-Straße verantwortlich sein, fügte der Sprecher an.


Der 38-Jährige sei in Berlin festgenommen worden. Er sitzt wie seine beiden 23-jährigen mutmaßlichen Komplizen in einer Justizvollzugsanstalt. Die übrigen drei Verdächtigen sind europaweit zur Fahndung ausgeschrieben. Das Ermittlungsverfahren wegen Bandendiebstahls in den drei besagten Fällen liegt der Staatsanwaltschaft Chemnitz zur juristischen Prüfung vor. (grit)

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