Neue Linienführung im Freiberger Stadtverkehr

Von Halsbrücke direkt zum Wasserberg, von Friedeburg nach Brand-Erbisdorf: Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember ist das möglich. Eine wichtige Linie fährt dann sogar alle 20 Minuten.

Freiberg.

Bessere Anbindung an den Zugverkehr, mehr Durchblick bei der Linienführung, übersichtlichere Fahrpläne: Für die Fahrgäste im Stadtverkehr Freiberg brechen neue, aus Sicht des Unternehmens Regio-Bus vornehmlich bessere Zeiten an. Das landkreiseigene Busunternehmen ändert zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember die Linienführung der wichtigsten Linien.

Das Ganze sei "keine Revolution, sondern eine Modifikation", sagte Henning Schmidt, Fachbereichsleiter Verkehr bei Regiobus, bei der Vorstellung der Pläne gestern im Rathaus. Das heißt: Die Stadt bekommt kein vollständig neues Liniensystem übergestülpt. Stattdessen wurden die bisherigen Linien optimiert und teils zusammengeführt. Auf diese Weise entstanden sogenannte Durchmesserlinien, die das Stadtgebiet durchqueren. Infolge dessen gibt es auch neue Haltestellen, so die Haltestelle Eherne Schlange und die Haltestelle Zuger Straße/Johannes-R.-Becher-Weg.

Alle Linien steuern künftig Bahnhof und Busbahnhof an, wobei die Ankunfts- und Abfahrtszeiten an die der Regionalexpresse und Regionalbahnen angepasst worden sind, so der für die neuen Fahrpläne zuständige Regiobus-Mitarbeiter Matthias Schletze. Denn bisher habe es eine wirkliche Verknüpfung zwischen Bus und Bahn in Freiberg nicht gegeben. Die aus der neuen Verkehrsführung "resultierenden einheitlichen Fahrwege wirken plausibler und verständlicher, insbesondere für Gäste der Stadt Freiberg", schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Drei Jahre haben die Regiobus-Experten sowie ein beauftragtes Ingenieurbüro daran gefeilt, den Stadtverkehr in Mittelsachsens größter Stadt zu verbessern. Rund 25 Busse sind in Freiberg täglich unterwegs, befördern aufs Jahr gerechnet anderthalb Millionen Fahrgäste. Insgesamt würden durch die neuen Linien keine Leistungen eingespart, versichert das Unternehmen mit Verweis auf die neue 20-Minuten-Taktung bei der Linie C. Klar sei aber auch eines gewesen, so Regiobus-Chef Michael Tanne: "Raum für eine Kapazitätserweiterung hat es nicht gegeben."


A plus H gleich A, B plus E gleich B: Die neuen Linien

Linie A: Die neue Linie A verknüpft die bisherigen Linien A und H. Die Busse fahren somit vom Wasserberg über Chemnitzer Straße, Bahnhof, Busbahnhof, Donatsring und Tuttendorf nach Halsbrücke. Die Taktung ist an Wochentagen halbstündlich. An den Wochenenden fahren die Busse stündlich zwischen Wasserberg und Busbahnhof, einzelne Fahrten führen bis Halsbrücke. Teilweise als Anruf-Linien-Taxi, das heißt, nach vorheriger telefonischer Anmeldung.

Linie B: Auf der neuen Linie B werden die bisherigen Linien B und E zusammengeführt. Die Busse fahren wochentags stündlich von Brand-Erbisdorf über Zug, die Berthelsdorfer Straße, Busbahnhof, Bahnhof und Ärztehaus bis Friedeburg. Ab Zug ist die Taktung halbstündlich. An den Wochenenden fahren die Busse als Anruf-Linien-Taxi stündlich zwischen Zug und Busbahnhof. Der Seilerberg wird künftig von der Linie B nicht mehr angefahren.

Linie C: Die nachfragestärkste Linie fährt künftig vom Häuersteig über Wasserberg, Friedeburg, den TU-Campus, den Donatsring und den Busbahnhof zum Bahnhof. Der laut Regiobus "nachfrageschwächere" Stadtteil Seilerberg wird nicht mehr angefahren. Dafür sind die Busse künftig unter der Woche alle 20 Minuten und an den Wochenenden alle 60 Minuten unterwegs. In den Abendstunden als Anruf-Linien-Taxi.

Linie D: Die Linie D bindet künftig den Stadtteil Seilerberg an. Von dort fahren die Busse über Zuger Straße, Bahnhof, Busbahnhof, Dammstraße, Landratsamt und Zentralfriedhof zur Reichen Zeche. Und zwar montags bis freitags alle 30 Minuten, samstags, sonntags und feiertags alle 60 Minuten. Auch hier gibt es einzelne Fahrten als Anruf-Linientaxi.

Linie E: Die Linie entfällt, die bisherige Strecke über Wallstraße, Schlossplatz, Ärztehaus nach Friedeburg wird künftig von der Linie B mit angebunden.

Linie F: Die Linie vom Busbahnhof über den Bahnhof und den Häuer-steig nach Brand-Erbisdorf (einzelne Fahrten auch über den Wasserberg) bleibt weitgehend unverändert. Eine schulbedingte Fahrt über den Stadtteil Wasserberg am Morgen läuft künftig über die Regionalbus-Linie 726.

Linie G: Der Stadtverkehr Brand-Erbisdorf bleibt unverändert.

Linie H: entfällt, Halsbrücke wird künftig von der Linie A mit angebunden.fhob

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