Silber-Therme soll Kur für 10 Millionen Euro erhalten

Nach 20 Jahren Betriebszeit wird die Erneuerung der kompletten Technik in der Warmbader Einrichtung vorbereitet. Aber auch eine Erweiterung ist geplant.

Warmbad.

Der Silber-Therme Warmbad steht in den nächsten Jahren die größte Investition seit der Eröffnung im März 2000 ins Haus. Knut Hinkel, Geschäftsführer der Kurgesellschaft, spricht von rund 10Millionen Euro. Damit sollen insbesondere die Badtechnik komplett erneuert und der Schwimmbereich mit einem 25-Meter-Becken erweitert werden. Verbesserungen sind ebenso im Saunabereich vorgesehen.

Das Projekt betrachtet Knut Hinkel in Verbindung mit der staatlichen Anerkennung von Warmbad als Heilbad und der Auflage daraus, den Kurort weiter zu entwickeln: "Unter dem Gesundheits- und Fitness-Aspekt wollen wir die Therme voranbringen." Gemeinsam mit ihren Mitarbeitern hat die Kurgesellschaft dazu Anfang des vergangenen Jahres ein Grundkonzept erarbeitet. Die Geschäftsleitung sieht die Belegschaft hinter dem Projekt. "Jeder freut sich, an den Plänen beteiligt zu sein", sagt Hinkel.

2018 ging er noch von einer viel niedrigeren Investitionssumme aus. Von 2 bis 3 Millionen Euro war damals die Rede. Die mit Fördermitteln geplante Erneuerung der Badtechnik kam erst später hinzu. Noch nicht auf dem Schirm hatte die Geschäftsleitung anfangs auch ein Gutachten über den baulichen und technischen Zustand der Therme. Die Untersuchung sei notwendig, um überhaupt Fördergeld beantragen zu können, erklärt Hinkel.

Die Planung dürfte damit mehr Zeit in Anspruch nehmen als ursprünglich angenommen. Für Wolkensteins Bürgermeister Wolfram Liebing (parteilos) ist es jedoch ein Glücksfall, dass die Stadt auf Fördermittel hoffen darf. Andernfalls wäre eine Sanierung der Immobilie nicht möglich. Zuständig ist die Stadt, da sich das Bad in ihrem Besitz befindet. Die Kurgesellschaft betreibt es. Liebing betonte, dass die rund 20Jahre alte Technik längst nicht mehr den heutigen Anforderungen genüge. Die Silber-Therme dürfe im Vergleich zu anderen Bädern nicht zurückfallen, stimmten die Stadträte mit dem Bürgermeister überein. Das Gremium bewilligte die Freigabe von 73.000 Euro. So viel soll das Gutachten kosten. Wolkenstein erhält dafür Fördermittel. 90 Prozent der Summe trägt der Freistaat.

Im Januar erwartet Knut Hinkel die Entscheidung der Landesdirektion Chemnitz. Fällt die Antwort positiv aus, kann der Auftrag vergeben werden. Damit könnte das Gutachten Ende April vorliegen und dem Stadtrat vorgestellt werden. Danach soll ein Projekt für die Therme erstellt werden, erläutert Knut Hinkel die nächsten Schritte. Wegen der vielen Unbekannten auf diesem Weg gibt es noch keinen Zeitplan, bestenfalls eine grobe Schätzung. Nach der Planungs- und Genehmigungsphase in den kommenden beiden Jahren soll das Projekt 2022 und 2023 umgesetzt werden. Knut Hinkel ist es wichtig, dass die Silber-Therme während der gesamten Bauzeit geöffnet bleibt.

Neben der Verjüngungskur für die Silber-Therme will sich die Kurgesellschaft um Fördermittel für den Bau von E-Bike-tauglichen Radwegen bemühen. Denn in den kommenden Jahren dürfte die Anzahl der Radler weiter wachsen, die sich ein E-Bike zulegen und damit ihren Aktionsradius bei Touren im Erzgebirge erweitern.

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