Verein Zeitzeugnis lädt zu Film und Gespräch

Veranstaltungen befassen sich mit Antisemitismus in der DDR

Freiberg.

Der Freiberger Zeitzeugnisverein lädt diesen Monat zu besonderen Veranstaltungen ein. Bis 28. November können Interessierte in der Petrikirche die Ausstellung "Antisemitismus in der DDR" besichtigen. Eröffnung ist am heutigen Mittwoch, 19.30 Uhr. Eintritt ist frei. "Oft wird darüber diskutiert, woher der Rechtsextremismus in den neuen Bundesländern kommt. Erklärungen suchen Politik und Wissenschaft meist in sozialen Kontexten", sagt Anna Engel vom Freiberger Zeitzeugnisverein. Außer Acht gelassen werde jedoch häufig ein anderer Aspekt. "Auch der Osten Deutschlands war Teil des national- sozialistischen Täterlandes. In den Familien oder Gemeinden fand in der Regel keine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit statt. Bis heute hält sich der Mythos, es hätte in der DDR keinen Antisemitismus gegeben", erklärt Anna Engel.

Am 18. November lädt der Verein um 19.30 Uhr zudem zu einem Gesprächsabend in die Petrikirche ein, bei dem unter anderem Pfarrer Michael Stahl und Historiker Michael Düsing zu Wort kommen werden.

Außerdem findet am 10. November, 10.30 Uhr im Kinopolis Freiberg die kostenlose Filmvorführung "Wir sind Juden aus Breslau" statt. "Der Film ist ein Kaleidoskop an ergreifenden, sprachlos machenden Einzel- und Familienschicksalen", heißt es zur Ankündigung. Im Anschluss an die Vorführung des mehrfach preisgekrönten Dokumentarfilms kann das Publikum mit den Regisseuren Karin Kaper und Dirk Szuszies ins Gespräch kommen. Eine im Foyer des Kinopolis gezeigte Ausstellung "Kinder im Holocaust" thematisiert die Schicksale von Freibergern - und baut eine Brücke zu den Breslauer Schicksalen.

Kontakt An der Ausstellung interessierte Gruppen können sich im Pfarramt Petri-Nikolai, E-Mail pfarrer@petri-nikolai-freiberg.de, Telefon 03731 247859, sowie beim Freiberger Zeitzeugnisverein unter E-Mail kontakt@freiberger-zeitzeugnis.de anmelden.

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