Anwohner kritisieren Pflasterarbeiten

Die Kreuzung Audistraße/Kurt-Eisner-Straße in Zwickau wurde neu gepflastert. Anwohner sagen, die Fahrbahn ist jetzt in einem schlechteren Zustand als zuvor.

Zwickau.

Zweimal am Tag kommt Frank Tischner beim Gassigehen mit seinem Hund Rocco an der Kreuzung Audistraße/Kurt-Eisner-Straße in Zwickau vorbei. Was er da sieht, lässt ihn nur mit dem Kopf schütteln. In den vergangenen Wochen hatten dort Mitarbeiter des städtischen Bauhofes Pflastersteine neu verlegt. Jetzt, so sagt der gelernte Pflasterbauer, sei der Zustand der Fahrbahn schlimmer als zuvor. "So kurz nach dem Verlegen dürfen sich keine Bodenwellen bilden", sagt er. "Das waren nie im Leben Fachleute, die hier zugange waren", sagt Tischner. Er sieht die Ursache dafür in einem nicht ausreichend befestigten Untergrund.

Tatsächlich sind die Pflastersteine rund um einen Gully knapp einen Zentimeter abgesackt. Auch an weiteren Stellen gab der Unterbau nach, sodass die Fahrbahn Dellen aufweist. In den Kurven deuten sich bereits die ersten Fahrrinnen an. Ein Bewohner eines benachbarten Wohnhauses hatte die Bauarbeiten beobachtet. "Vier Wochen haben die für die Kreuzung gebraucht, und das ist jetzt das Ergebnis", sagt auch er kopfschüttelnd.


Rathaussprecher Mathias Merz bestätigt, dass der Bauhof dort tätig war. "Während der Sperrung der Horchstraße und dem damit verbundenen Umleitungsverkehr war der Kreuzungsbereich stark in Mitleidenschaft gezogen worden", begründet er die Notwendigkeit der Arbeiten. "Der Bauhof hat daher eine Hälfte der Kreuzung umgepflastert". Dieser Bereich sei jetzt in einem guten Zustand und fachlich nicht zu beanstanden. Auf der anderen Hälfte der Kreuzung seien die Pflastersteine nicht angetastet worden. "Auf der Seite der Walther-Rathenau-Straße wurde lediglich nachgesandet, das Pflaster und die Einbauten sind also noch in ihrer ursprünglichen Lage". Die Aussagen des Pressesprechers verwundern Frank Tischner noch mehr. "Da sehen die Bauarbeiter einen überstehenden Gullydeckel und beseitigen das Problem nicht? Das ist eine Gefahrenquelle". Für den Bauhof ist das offenbar kein Problem. "Die Verkehrssicherheit ist gegeben", sagt Merz. Die Kritik, die Arbeiten nicht an eine Fachfirma vergeben zu haben, weist er zurück. Aufgabe des Bauhofes sei es, Unterhaltungsarbeiten im öffentlichen Straßennetz auszuführen, um die Verkehrssicherheit zu wahren. "Der erforderliche Arbeitsumfang war durch den Bauhof leistbar", sagt Merz. Das Straßenpflaster sei nicht von Dauer. "Im Jahr 2021 soll der zweite Abschnitt der Audistraße gebaut werden", sagt Merz. Dann werde die Kreuzung eine Asphaltdecke erhalten.

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