Dieses Bauwerk soll Jahrhundertfluten trotzen

Ihre Bedenken rund um den Neubau der Muldebrücke konnten die Schlunziger am Dienstag loswerden. Dabei ging es auch um Fragen des Hochwasserschutzes.

Zwickau.

Fünf Jahre nach der jüngsten schweren Flut beginnt in wenigen Tagen der Neubau der Brücke zwischen dem Zwickauer Ortsteil Schlunzig und Wernsdorf. In einer Bürgerversammlung stellten Amtsleiter Thomas Lobe von der Kreisbehörde sowie Vertreter der am Bau beteiligten Firmen das Vorhaben am Dienstag vor. Dabei beantworteten sie die wichtigsten Fragen der Anwohner.

Der Bau: Am übernächsten Montag, 23. April, beginnen die Arbeiten für den Bau der neuen Brücke. Bereits eine Woche vorher startet die Beweissicherung. Das heißt, der jeweilige Zustand des Baufeldes und der angrenzenden Grundstücke werden dokumentiert. Das Gleiche soll mit dem Ende der Arbeiten noch einmal geschehen. Gebaut wird in der Regel montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr. In Ausnahmefällen kann sich die Arbeitszeit verlängern, auch an einzelnen Samstagen sind Arbeiten möglich.


Der Verkehr: Die neue Brücke entsteht parallel zur alten. Das bedeutet, der Verkehr kann meist auf der bisherigen Trasse weiterfließen. Es wird Zeiten geben, in denen eine halbseitige Sperrung nötig ist. Gegen Ende der Bauzeit - voraussichtlich im Spätsommer 2019 - wird die Strecke voll gesperrt, um den Neubau an die Straße anzubinden. Die Umleitung führt über B 93, Freitagstraße, Thurm und Niedermülsen.

Der Hochwasserschutz: Die bereits mehrfach von den Fluten heimgesuchten Schlunziger hoffen, dass ihr Ort künftig von Überschwemmungen verschont bleibt. Dazu soll auch der Brückenneubau beitragen. Die Überführung wurde so ausgelegt, dass sie mindestens einem Hochwasser standhält, wie es alle 100 Jahre vorkommt. Bei solch einem Ereignis würde die Unterkante der Querung gerade bis ans Wasser heranreichen. Die Planer haben dieser Höhe - die auch der Höhe der Deiche entspricht - weitere 50 Zentimeter zugeschlagen. Da von besagter Unterkante bis zur eigentlichen Fahrbahn weiterer Platz ist, gehen die Planer davon aus, dass die Brücke nicht zu einem Hindernis wird, wenn mit einer Flut sperrige Gegenstände angeschwemmt werden. Ehe das passiert, würde das Wasser über die ebenfalls neu angelegten Deiche schwappen. Nicht geplant ist ein Rohr, wie es das mit der jetzigen Brücke gibt, das Hochwasser von Schlunziger Flur in Richtung Wernsdorf ableitet.

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