Erste Storchenpaare turteln bereits

Sechs Nester in der Region sind bisher besetzt. In fünf weiteren warten die Vogelfreunde noch auf die Rückkehr der Adebare aus dem Süden.

Zwickau.

Im Nest auf dem Schornstein des ehemaligen Betriebsteils des Textilwerkes Mülsen in Mosel am Kastanienweg turtelt wieder ein Storchenpaar (Foto). Anwohner und die Mädchen und Jungen der Kita nebenan freuen sich über die Rückkehr der Rotschnäbel und beobachten das Treiben auf dem Horst, wie das Storchennest genannt wird. Dieser ist voriges Jahr von Naturschützern erneuert worden, weil er herabzustürzen drohte. Der Brutplatz ist seit 2012 besetzt. 17Junge sind an diesem Standort bereits flügge geworden.

In Glauchau auf der Gelectra-Esse war Meister Adebar bereits am 19.Februar eingetroffen. Allerdings hatte er 33 Tage lang auf seine Partnerin warten müssen. Außerdem sind die Horste auf den Schornsteinen an der Neukirchener Hauptstraße, in Cunersdorf, in Saupersdorf und im Ortsteil Rußdorf von Limbach-Oberfrohna bereits mit Störchen besetzt.

Torsten Kleditzsch

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Im Hartensteiner Ortsteil Zschocken dagegen warten die Bewohner sehnsüchtig auf die Ankunft der Rotschnäbel. Auf dem Schornstein der ehemaligen Gärtnerei neben dem Landhotel "Gutshof" können die Storchenfreunde seit 2007 regelmäßig Adebare beobachten. Inzwischen haben die unter Naturschutz stehenden Vögel dort 26 Küken ausgebrütet. Auch auf der neuen Nisthilfe, die auf der Impa-Esse an der Lichtensteiner Straße in Zschocken angebracht worden ist, gibt es noch keine Störche, genau wie auf dem Schlunziger Kirchendach. Dort hatten bereits seit 1974 Störche genistet und mehr als 80 Junge großgezogen. Allerdings blieb der Horst in den vergangenen fünf Jahren leer. Doch die Schlunziger hoffen weiter, dass die Adebare zurückkehren.

Wie das Landratsamt auf Nachfrage informierte, sind darüber hinaus die Nester an der Brückenstraße in Neukirchen, auf dem Schornstein der alten Töpferei zwischen Töpferstraße und Birkenallee in Waldenburg und an der Ringstraße in Kändler nicht besetzt. Aber das heißt nicht, dass alle diese Horste bleiben. Je nachdem, ob die Vögel in Afrika oder in Spanien beziehungsweise Portugal überwintern, dauert der Flug ins Sommerquartier unterschiedlich lange.

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