Feuerwehr räumt Sporthallendach - Wälder gesperrt

Der viele Schnee hat in Kirchberg zu einem besonderen Arbeitseinsatz geführt. Etliche Straßen bleiben vorerst unbefahrbar. Auch anderswo gibt es Einschränkungen.

Kirchberg/Mülsen.

Schnee und Eis halten Winterdienst-Mitarbeiter und Feuerwehrleute in der Region um Zwickau weiter in Atem. Aufgrund der hohen Schneelast musste am Freitag das Dach der städtischen Sport- und Mehrzweckhalle am Christoph-Graupner-Gymnasium in Kirchberg geräumt werden. Darüber informierte Rathaussprecherin Katrin Uhlig. Die Freiwillige Feuerwehr Kirchberg rückte am Vormittag mit Räumgeräten an. "Es lag so viel schwerer Schnee auf dem Dach, dass wir uns Sorgen um die Standfestigkeit des Gebäudes machen mussten", sagte Bürgermeisterin Dorothee Obst (Freie Wähler). Deshalb habe man sich zu diesem Schritt entschlossen.

Zudem ist seit Freitag das Betreten der städtischen Wälder in Kirchberg verboten. Betroffen sind die Wälder am Borberg, Geiersberg und Schelmberg. Laut Revierförster Holger Buchta besteht dort Lebensgefahr wegen Schneebruchs. Die Sperrung wird zunächst bis zum 21.Januar, also auch die ganze nächste Woche über, aufrecht erhalten. Auch einige Straßenin der Region mussten gesperrt werden. Dazu gehört die Lauterhofener Straße in Kirchberg, die bis nächste Woche Freitag nicht zu befahren ist. Bis Montag bleibt der Altmarkt in Kirchberg gesperrt. Die Rottmannsdorfer Straße und die Thälmannstraße in Hirschfeld sind laut Stadtverwaltung bis nächste Woche Freitag tabu. Die Staatsstraße 277 zwischen Bärenwalde und Rothenkirchen bleibt vorerst ebenso unbefahrbar - wie lange, das stand am Freitag noch nicht fest.

In Mülsen wurde am Freitagnachmittag die Entscheidung getroffen, alle Turnhallen vorsorglich zu sperren. Damit muss das Hallen-Fußballturnier des SV Blau-Gelb Mülsen ausfallen. "Nach optischer Prüfung und der Prüfung von Bauunterlagen erhielten wir von einem beauftragten Statiker die Informa- tion, dass die maximale Dachlast erreicht und auch schon überschritten ist", sagte Bürgermeister Hendric Freund (parteilos). Denn laut Wettervorhersage sei mit weiteren Niederschlägen zu rechnen.

In der nächsten Woche sollen die Dächer weitestgehend vom Schnee befreit werden. "Ich hoffe auf das Verständnis unserer Sportler. Sicherheit geht vor", so Freund. Gesperrt ist auch die Sporthalle des Gymnasiums in Werdau: Damit kann der für Sonntag dort geplante Handball-Bezirkspokal nicht stattfinden.

In Lichtentanne bleibt das Museum auf der Burg Schönfels wegen Dachlawinengefahr bis einschließlich Sonntag geschlossen. Auch der Hartmannsdorfer Forst ist bis auf Weiteres für Besucher gesperrt. Wie die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) am Freitag mitteilte, besteht aufgrund der enormen Mengen Neuschnees die akute Gefahr, dass dort Bäume oder Teile von Baumkronen unter der Schneelast zusammenbrechen. Der ehemals militärisch genutzte Hartmannsdorfer Forst wird von der DBU-Tochter DBU Naturerbe treuhänderisch verwaltet. (dha/upa/sf)

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