Halbzeit beim Brückenneubau

Noch bis Anfang Dezember bleibt die Kirchstraße in Reinsdorf dicht. Der größte Teil der Abrissarbeiten ist abgeschlossen.

Reinsdorf.

Jörg Schwarz vom Ortsbauamt atmet auf: "Beim Ersatzneubau für die marode Brücke Kirchstraße ist Halbzeit", sagt der Mitarbeiter der Reinsdorfer Gemeindeverwaltung. Er geht davon aus, dass voraussichtlich Anfang Dezember der betroffene Straßenabschnitt für den Verkehr wieder freigegeben werden kann. Dann seien lediglich noch Arbeiten am Geländer, an den Gehwegen und den Randbereichen erforderlich, die sich in das kommende Jahr hineinziehen.

Der Abriss der Brücke war notwendig geworden, "da wir erhebliche Schäden im Bereich der Brückenplatte festgestellt hatten", so Schwarz. Außerdem seien Schäden an den beiden Widerlagern festgestellt worden, wodurch die Tragfähigkeit beeinträchtig gewesen sei.

Da auch während der Coronazeit gearbeitet wurde, liegt das Bauvorhaben im Zeitplan. So konnten die Abbrucharbeiten an der Brückenplatte, den alten Widerlagern und Flügelwänden in der vergangenen Woche abgeschlossen werden. "Die lärmintensive und schwere Maschinenarbeit wurde damit beendet", erklärt Schwarz weiter. Gleichzeitig fanden die Arbeiten zur Herrichtung der Bohrpfählwände für die Aufnahme der Konstruktionsteile des Bauwerkes statt. Aktuell erfolgen die Vorbereitungen zum Einbau des Traggerüstes. Damit nicht genug: In den nächsten Tage sollen der Abbruch des alten Bachbettes und die Neuprofilierung des Baulaufes ausgeführt werden.

Dabei ist nach wie vor Geduld bei den Anliegern gefragt, die vor dem Baustart im März über das Bauprojekt informiert worden waren. Darunter sind auch Gewerbetreibende wie der an der Kirchstraße ansässige Friseursalon, dessen Kunden wegen des Baus nun eine Umleitung fahren müssen. So wie die Saloninhaberin setzen die meisten auf die Treue der Kunden, die einen Umweg in Kauf nehmen.

Eigentlich sollte der Bau 2019 beginnen. Doch bei der Ausschreibung hatten sich gegenüber der Höhe der beantragten Fördermittel Mehrkosten von 480.000 Euro ergeben. Diese mussten genehmigt werden. Die Gesamtkosten betragen nun 1,06 Millionen Euro, die zu 90 Prozent der Freistaat übernimmt. Den Rest trägt die Kommune, so Rathauschef Steffen Ludwig (parteilos). Sobald die Sperrung der Kirchstraße aufgehoben wird, soll die Vorbereitung für den Ausbau der Gabelsbergerstraße beginnen. An der Straße im Gewerbegebiet hat sich der Zulieferer Meleghy Automotive angesiedelt. Die Fahrbahn soll so ausgebaut werden, dass sich zwei Lkws begegnen können. Auch soll die Brücke Gabelsbergerstraße über den Reinsdorfer Bach durch einen Neubau ersetzt werden.

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.